"Wir dürfen nicht jammern"

Schwarzenberg - Im Fremdenverkehr braucht es Optimismus, meint Bernarda Haag. Mit großem Fleiß und beträchtlichem finanziellen Einsatz bauten sie Bernardas geerbtes Bauernhaus um.

Tourismuskrise, Klimaprobleme, Strukturwandel – keinerlei Gedanken dieser Art gingen Bernarda Haag und ihrem Mann Wilfried durch den Kopf, als sie vor knapp vier Jahren beschlossen: „Wir fangen mit der Vermietung von Gästezimmern an.“ Mit großem Fleiß und beträchtlichem finanziellen Einsatz bauten sie Bernardas geerbtes Bauernhaus in Schwarzenberg um. Am Ende standen da zwei wunderschöne Wohnungen. Ideale Feriendomizile für Familien.

„Wir hatten dann auch zwei gute Winter“, erzählt Bernarda Haag von einem gelungenen Start. Nur der jetzige Winter will das Geschäft nicht in Schwung bringen. “Überhaupt kein Schnee – das bringt die Leute nicht her“, ist Haags logischer Schluss.

Dass schlechte Wetterbedingugen jedoch die einzige Ursache für den nicht unbedingt boomenden Ländle-Tourismus ist, akzeptiert die kritische Tourismus-Frau allerdings nicht. „Ich denke, dass wir insgesamt flexibler sein müssen. Das heißt stete Bereitschaft für Kurzurlauber. Die Fähigkeit, ihnen spontan gute Leistungen anbieten zu können. Dann kommen sie auch wieder und meistens auch länger“, weiß Bernarda Haag aus ihrer noch kurzen Erfahrung.

Bemühen um Deutsche

Die gelernte Masseuse glaubt auch, dass man sich wieder mehr um die grenznahen deutschen Gäste bemühen sollte und will sich nicht in Jammern ergehen. Zuversicht sei gefragt. „Denn hätte jemand gedacht, dass in Schwarzenberg der Sommer tourismus jemals den Wintertourismus überholen würde?“

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