"Wir drehen uns im Kreis": Beschäftigte aus Pflege- und Sozialbereich protestieren

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Zahlreiche Beschäftigte aus Pflege- und Sozialberufen gingen am Mittwoch auf die Straße. Sie fordern mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.
Sozialberufler setzen Maßnahmen
Demonstration bereits 2020
Protestaktion in Rankweil
NEU

Für Gewerkschaft und Beschäftigte aus Pflege- und Sozialberufen ist die Schmerzgrenze erreicht. "Die Kollektivvertragsverhandlungen in der zweiten Runde sind gestern leider gescheitert", erklärt Bernhard Heinzle, Landes-Geschäftsführer der Arbeitnehmer-Gewerkschaft GPA und Verhandlungsleiter der Arbeitnehmer. "Wir möchten dem Nachdruck verleihen, dass wir einfach bessere Rahmenbedingungen für den Gesundheits- und Sozialbereich in Vorarlberg benötigen."

Stille Kundgebung in Rankweil

Am Mittwoch ging die erste Protestaktion bei der Passage 22 in Rankweil über die Bühne. Zahlreiche Beschäftigte aus dem Sozial- und Pflegebereich sowie Gewerkschaftsvertreter und Betriebsräte waren bei der stillen Kundgebung "Wir drehen uns im Kreis" vor Ort. Sie marschierten gemeinsam mit Schildern rund um den Kreisverkehr.

Die Protestaktion beim Kreisverkehr. Bild: VOL.AT/Mayer

Das Forderungsprogramm der GPA

  • Eine Gehaltserhöhung von 3,8 Prozent
  • Eine bessere Einstufung der Heimhelferinnen
  • Eine Regelung für kurzfristiges Einspringen
  • Eine bessere Abgeltung der Wochenendarbeit (ab Samstag)
  • Eine angemessene Entschädigung für Praktikantinnen
  • Ein Recht auf Altersteilzeit
  • Eine Arbeitszeitverkürzung 2023
Zahlreiche Pflegeberufler erschienen zur Protestaktion. Bild: VOL.AT/Mayer

"Wir benötigen mehr Personal"

"Die Arbeitgeber meinten, das Paket ist sehr groß", verdeutlicht Heinzle gegenüber VOL.AT. Für die Gewerkschaft gibt es diesmal allerdings nur ein Gesamtpaket. "Es stehen über 100 Pflegebetten frei, wir benötigen mehr Personal", gibt er zu verstehen. Ein besserer Kollektivvertrag könne einen Beitrag zur Entschärfung der Situation leisten.

Nächste Verhandlung im Jänner

Die nächste Verhandlungsrunde ist für Dienstag, den 11. Jänner 2022, geplant. Wenn es dann keinen Kollektivvertragsabschluss gebe, werde man erneut protestieren - "auch etwas lauter", meint Heinzle. Es mache keinen Spaß zu demonstrieren, sonst habe man allerdings keine Chance, die Ziele zu erreichen.

(VOL.AT)

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