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„Wio got as deor – was git as nüs?

Die Familie ist für Marianne und Karl Sutterlüty Halt und Kraftquelle.
Die Familie ist für Marianne und Karl Sutterlüty Halt und Kraftquelle. ©Privat/Karin Lässer
So begrüßen Marianne und Karl Sutterlüty ihre Besucher. 
Goldene Hochzeit

Aus gegebenem Anlass hörte man diese Worte an ihrem gestrigen Jubeltag nicht, denn ihre Feier zur goldenen Hochzeit konnte nicht wie geplant stattfinden. Der Segen von Pfarrer Friedl Kaufmann mit anschließendem Fest im Gasthof Alpenrose, Kaltenbrunnen, wird natürlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

 

Marianne kam 1946 in Egg zur Welt und wuchs mit fünf Brüdern und einer Schwester in Bezau auf. Nach einer Lehre im Konsum arbeitete sie bei Foto Hiller im Haushalt und half im Fotogeschäft mit. Nach der Heirat mit Karl übernahm sie den Haushalt im Außerdorf und unterstützte ihren Mann und Schwiegervater Franz in der Landwirtschaft. Jahrelang war Marianne Obfrau beim Kneipp-aktiv Egg Großdorf und unternimmt nach wie vor regelmäßig Wanderungen mit den Mitgliedern. Mittlerweile ist sie im Land und über die Grenzen hinaus als beliebte Wanderführerin bekannt. Als Kräuterfachfrau kennt sie beinahe jedes „Blüamle und Krütle“ sowie Landschaft und Kultur. Ihre Wanderungen sind ein Erlebnis für Groß und Klein. Für die Schulen in Egg und Großdorf hat sie Unterrichtsstunden mit viel Leidenschaft mitgestaltet und den Kindern die Welt der Kräuter erklärt. 

 

Karl erblickte am 17. Juli 1942 ebenfalls in Egg das Licht der Welt. Er wuchs mit drei Schwestern und einem Bruder auf. Seine Mutter hat er leider schon früh verloren. Neben der Arbeit auf dem Hof in Außerdorf verdiente sich Karl ein Zubrot mit Arbeiten auf dem Bau, in der Landwirtschaft und durch Vertriebstätigkeiten von Feuerlöschern in ganz Vorarlberg. Mit dem Bau der Kläranlagen in Kaltenbrunnen und Fohren übernahm er ab 1977 die Aufgabe des Klärwärters. Hier erledigte er bei Wind und Wetter seine Arbeit, unzählige Male musste er Ketten auflegen oder sein Auto ausschaufeln. Ganz nebenbei erledigte er die Geschäftsführung des Maschinenring Bregenzerwald und war Ansprechpartner, Organisator und Unterstützer für viele Landwirte im Tal. Die ARA Egg leitete Karl ab 1982 mit großem Engagement zum Wohle der Gemeinden Egg und Andelsbuch. Diese Tätigkeiten verrichtete er bis zur Pensionierung 2004.

 

Familienmenschen

Auf ihre fünf Söhne, ihre Schwiegertöchter und die zwölf Enkel im Alter zwischen sieben und 23 Jahren ist das Paar besonders stolz. Marianne verwöhnt ihre Lieben gerne mit kulinarischen Köstlichkeiten bei Familienfesten, besonders ihr Weihnachtsessen ist jedes Jahr ein Erlebnis. Das Wohlergehen der Familie ist beiden sehr wichtig. 

Reisen alleine, zu zweit oder gemeinsam mit diversen Gruppen führten bis nach Kanada, Amerika und zu Verwandten in Kärnten. Gerne erzählen sie von Ausflügen, die sie zu Fuß oder mit dem Auto unternommen haben. Oft packten sie ganz kurzfristig ihre Koffer für einen Kurztrip. Vorarlberg kennen beide, bis auf wenige Orte, wie ihre Westentasche.

Erwähnenswert ist auch die unvergessliche Zeit im Vorsäß Roßschwende während des Umbaus des Wohnhauses im Außerdorf 2008/2009. Runde Geburtstagsfeste werden immer sehr ausgiebig mit Freunden, Nachbarn und Familie gefeiert. 

 

Voller Lebensfreude

Kleinere Wehwehchen des Alters meistern beide mit Bravour. Karl hat sich von einer schweren Krankheit im Frühjahr 2019 wieder gut erholt, kann aber einige lieb gewonnene Arbeiten nicht mehr wie gewohnt ausführen. Fast tägliche besucht er Nachbarn, um über dies und das zu diskutieren. Karl und Mariannes Lieblingsort ist die Roßschwende. Unmengen Holz hat Karl dort mit seinem Fendt transportiert, oft Rehe und Hirsche beobachtet und viele Leute sind stehen geblieben und waren bei Karl und Marianne gern gesehene Gäste. Der Jubilar interessiert sich sehr für Geschichte und alles was sich in der Welt gerade ereignet. Bevor er nicht alles nachgelesen oder erfragt hat, gibt er sich nicht zufrieden. Wenn jemand Hilfe braucht helfen sie, dafür lassen sie zu Hause alles liegen und stehen. Der Glaube an Gott ist dem Jubelpaar besonders wichtig.

 

Zukunft

Die Wünsche von Karl und Marianne sind überschaubar: ein gutes Auskommen in der Familie, mobil und selbstständig bleiben und noch viele gemeinsame Jahre in Gesundheit. An ihrem Hochzeitstag, am 7. April 1970 vormittags in Bezau, gingen sie zwischen fast zwei Meter hohen Schneewänden zu Kaffee und Kuchen in den Gasthof Alpenrose. Es fiel so viel Schnee, dass der Fahrer des Hochzeitsautos sogar im Anzug Schneeketten montieren musste. Die „Nohhozig“ fand dann im Löwensaal in Egg statt. Der gestrige 50. Hochzeitstag war ein Sonnentage und viele Glück- und Segenswünsche erreichten das allseits beliebte und bekannte Paar. 

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