AA

Winter: 8.120 Saisonniers in Österreich

Im heurigen Winter dürfen - gemeinsam mit dem Gletscherkontingent - 8.120 Personen aus Drittstaaten in Österreich als Saisonniers arbeiten.

Im Vergleich zum Winterkontingent 2007/08 ist dies ein Plus von 265 Plätzen. Während sich der Tourismus freut, übt die Gewerkschaft vida Kritik.

Ein Kontingent in dieser Höhe “dürfte wohl das Abschiedsgeschenk” von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) an die Wirtschaft sein, sagte vida-Vorsitzender Rudolf Kaske am Freitag in einer Aussendung.

Ein Mehr an Saisonniers löse die Probleme der Branche nicht, sagte Kaske. Der Tourismus müsse “endlich etwas zur Steigerung der Attraktivität für die Beschäftigten” unternehmen. Die Probleme ortet der Gewerkschafter bei den Überstunden, den mangelnden Aufstiegschancen und der schlechten Entlohnung.

Trotz der Finanzkrise schauen die heimischen Tourismusbetriebe optimistisch in die kommende Wintersaison. “Die gute Buchungslage und der bereits einsetzende Schneefall tragen zur guten Stimmung unter den Betreiben bei”, teilte der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner, mit.

Nur etwa 25 Prozent der Urlauber wollen sich dem WKÖ-Tourismussprecher zufolge einschränken. Mehr als drei Viertel seien der Meinung, dass gegen schlechte Stimmung nur ein guter Urlaub helfe, sagte Schenner unter Berufung auf eine kürzlich durchgeführte Umfrage.

Die Gewerkschaft beurteilt die Lage aber anders. Die Branche blicke einer “durchwachsenen Zukunft” entgegen. Von den Einbrüchen werde in erster Linie der Seminar- und Kongresstourismus betroffen sein. Aber auch bei Geschäftsessen und -reisen werde es zu Rückgängen kommen, prognostiziert die Gewerkschaft. In Kärnten rechne die Arbeiterkammer bereits mit “einem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Tourismusbrache”, hieß es.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Wirtschaft
  • Winter: 8.120 Saisonniers in Österreich
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen