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Will die FIS die klassische Abfahrt abschaffen?

Abfahrten in zwei Durchgängen sind bald regelmäßig im Weltcup zu sehen.
Abfahrten in zwei Durchgängen sind bald regelmäßig im Weltcup zu sehen. ©APA
Die "Königsdisziplin" im alpinen Skirennsport ist bekanntlich insofern gefährdet, als nicht alle am Skirennsport interessierte Orte auch über so anspruchsvolle Berge verfügen, dass alle Kriterien wie Länge oder Minimum-Höhendifferenzen gewährleistet sind.

Schon vergangenes Jahr hatten FIS-Spitzenfunktionäre wie Präsident Gian Franco Kasper oder ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel etwa Befürchtungen geäußert, die Abfahrt könnte aus dem Olympia-Programm verschwinden.

Klassiker wie in Kitzbühel oder Wengen würden aber natürlich weiterhin in der ursprünglichen Art ausgetragen werden, versicherte FIS-Renndirektor Markus Waldner nun vor dem Start der Saison 2016/17. Diese ist vom Jubiläum “50 Jahre Ski-Weltcup” geprägt.

Der alpine Skirennsport wird künftig aber gleich mehrere einschneidende Änderungen erleben. Dazu gehören in absehbarer Zeit offenbar auch regelmäßig Abfahrten in zwei Durchgängen. “Dieses Format testen wir bereits in den kontinentalen Cups und es könnte schon bald im Weltcup-Kalender Eingang finden”, wird Waldner zitiert.

Speed-Asse fahren bei Moritz-WM mit “Transpondern”

Bei der kommenden Alpinski-WM in St. Moritz werden die Läufer in Speed-Bewerben erstmals mit “Transpondern” unterwegs sein. “Damit können Live-Informationen über die Beschleunigung, die Zeit, die ein Athlet in der Luft verbringt und anderes mehr geliefert werden”, erklärte FIS-Renndirektor Markus Waldner in dem aktuellen Interview auf der FIS-Website.

Waldner bezeichnete diese in anderen Sportarten längst übliche Maßnahme als “großen Schritt nach vorne”. Der alpine Skirennsport wird künftig aber gleich mehrere einschneidende Änderungen erleben.

Laut Waldner gehe es insgesamt darum, Formate zu entwickeln, die leichter zu verstehen sind und in denen Spannung aufgebaut werden könne. Man wolle damit vor allem jüngeres Publikum anlocken, denn der aktuelle Ski-Zuseher sei im Schnitt 45 Jahre alt. Zu diesen Formaten gehören laut Waldner auch Parallelrennen, die einen direkten Vergleich der Läufer möglich machen. Oder eben verkürzte Abfahrten.

Startnummern neu für die Ski-Asse

Fix ist, dass es im kommenden Winter eine neue Startreihenfolge geben wird. “Ziel ist, den Zeitraum der Auftritte der Topstars etwas auszudehnen und die Zuschauer länger bei der Show zu halten”, erklärte Waldner. So wählen u.a. die Top Ten der Weltrangliste ungerade Startnummern zwischen 1 und 19. Zuletzt fuhren sie mit Nummern zwischen 16 und 22.

(APA)

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