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Wilderer verschanzt sich auf Bauernhof in Großpriel: Cobra durchsucht Grundstück

Wilderer soll vier Menschen getötet haben: Der Cobra-Einsatz auf dem Grundstück in Annaberg läuft.
Wilderer soll vier Menschen getötet haben: Der Cobra-Einsatz auf dem Grundstück in Annaberg läuft. ©APA
Um 18.20 Uhr startete die Cobra ihren Zugriff auf jenes Grundstück in Großpriel, auf dem sich der Wilderer, der beschuldigt wird vier Menschen getötet zu haben, verschanzt hatte. Bisher wird der Vierkanthof durchsucht.
Rotes Kreuz trauert
Am Einsatzort
Polizei bestätigt: Drei Todesopfer
Polizist als Geisel genommen
Polizist ist viertes Todesopfer

Zuvor hatte der Verdächtige nach jüngstem Ermittlungsstand auf der Flucht mit anschließender Geiselnahme drei Polizisten und einen Sanitäter des Roten Kreuzes getötet. Der Zugriff begann gegen 18.20 Uhr. Zuvor waren drei gepanzerte Fahrzeuge des Bundesheeres auf dem zur Ortschaft Großpriel gehörenden Vierkanthof vorgefahren. In zwei Schützen- und einem Pionierpanzer aus der Kaserne Melk befanden sich Cobra-Kräfte, die das weitläufige Anwesen nach dem Verdächtigen durchsuchten.

Panzer bei Durchsuchung im Einsatz

Die Panzerfahrzeuge wurden eingesetzt, weil sie den besten Schutz bei der Annäherung boten, wurde gegenüber der APA vonseiten der Einsatzkräfte betont. Es handelte sich um eine sicherheitspolizeiliche Assistenzleistung, am Polizeieinsatz selbst waren keine Soldaten beteiligt.

Wilderer soll vier Menschen getötet haben

Begonnen hatte der Einsatz gegen Mitternacht mit dem “ersten Täterkontakt”, so die Polizei, als der Verdächtige mit seinem Geländewagen bei Annaberg im Bezirk Lilienfeld eine gegen Wilderer eingesetzte Straßensperre durchbrach und unmittelbar das Feuer auf zwei Cobra-Beamte eröffnete. Einer der Polizisten starb wenig später im Krankenhaus. Ein zu Hilfe gerufener Rotkreuzwagen wurde ebenfalls von dem nunmehr zu Fuß flüchtenden Mann unter Beschuss genommen, der zweite Cobra-Polizist wurde verletzt, ein langjähriger Rotkreuzmitarbeiter getötet. An einer weiteren Straßensperre einige Kilometer entfernt erschoss der Verdächtige laut Polizei einen Streifenpolizisten, nahm dessen Kollegen als Geisel und flüchtete mit dem Einsatzwagen auf den Bauernhof. Der gekidnappte Beamte wurde am Nachmittag tot im Polizeiauto auf dem Anwesen gefunden – als viertes Opfer des Blutbades. Eine Hundertschaft an Einsatzkräften hatte das Gehöft seit etwa 7.00 Uhr umstellt.

Mutmaßlicher Täter telefonierte mit Freund

“Es ist leider wahr”, habe der 55-Jährige in dem Gespräch gebeichtet, zitiert die “Kronen Zeitung” den Bekannten. “I bin nämlich der Wilderer vom Annaberg.” Auch der “Kurier” sprach mit dem Freund, der H. als begeisterten Jäger bezeichnete. “Mich haben sie auch angeschossen. Am Bauch. Aber das ist jetzt schon egal. Die ‘Burgi’ (den Schäferhund des Mannes, Anm.) hab i schon daschossn, und mi werden s’a net kriegen”, gab der Bekannte die Aussagen des Wilderers gegenüber der “Krone” wieder. Gegenüber dem “Kurier” erinnerte sich der Freund an die Worte: “Ich hab’ die Burgi schon erlöst.”

Auf die Frage des “Kurier”, ob sich H. zuletzt verändert habe, antwortete dieser: “Vor ein paar Wochen hat er erstmals angefangen, darüber zu reden, dass er irgendwelche Probleme hat. Dass er so etwas wie ein zweites ‘Ich’ habe.”

(APA/Red)

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