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Wildcard für Hartmann kein Thema

Viele Nationen sollen bei den Ringerturnieren der Olympischen Spiele in Athen mit dabei sein, Österreich ist bereits durch drei Athleten vertreten. Darum soll Nikola Hartmann-Dünser zuschauen.

Nikola Hartmann-Dünser sitzt eher nachdenklich abseits der Matten, wo sie wenig später erneut eine Österreichische Meisterschaft erringen wird. Die zehnfache Titelträgerin bei Welt- und Europameisterschaften glaubt nicht mehr daran, bei der Olympischen Premiere des Frauenringens in Athen mit dabei zu sein. „Zwölf der 16 Wildcards sind vergeben. Und ich war nicht dabei”, sagt die Bregenzerin (28).

Bisher hat nur eine Frau, eine Tunesierin, eine Wildcard bekommen. Dass Hartmann-Dünser nicht die zweite sein wird, dessen ist sich Bundestrainer und Vater Bruno Hartmann sicher. „Früher wurden Wildcards nach Leistungen vergeben. Da wäre Nikola die erste Wahl. Nun ist es aber so, dass möglichst viele Nationen an Olympischen Spielen teilnehmen sollen. Deshalb werden die vier restlichen Plätze an Länder gehen, die sich bisher noch nicht qualifizieren konnten”, so Hartmann. Österreich sei schließlich auch schon mit drei Athleten (Marina Gastl, Radovan Valach und Lubos Cikel) dabei.

Nikola Hartmann-Dünser will bis 2008, wenn Olympia in Peking Einzug hält, weiter machen. Zuvor will sie eine Position in der Frauenkommission des Weltverbands FILA bekleiden, „um für mehr Gerechtigkeit zu sorgen”. Ob Bruno Hartmann noch so lange dabei sein wird, ist fraglich: „Es sind genug junge Leute da, die die Älteren kritisieren. Sollen die mal etwas richten.”

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