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Wiener mussten Federn lassen

Die Wiener Fußball-Klubs Austria und Rapid mussten am Samstag in der 7. Bundesliga-Runde überraschend Federn lassen. Austria spielte gegen Tirol 2:2 und Rapid verlor überraschend gegen Mattersburg. | Tabelle

Während die „Veilchen“ beim glücklichen 2:2 auswärts gegen Wacker Tirol mit einem blauen Auge davonkamen, misslang Rapid durch eine 1:2-Heimschlappe gegen Mattersburg die Generalprobe für das Rückspiel in der Champions-League-Quali gegen Lok Moskau völlig. Die Bullen aus Salzburg konnten den Erwartungen wieder einmal nicht gerecht werden und verloren in Pasching 0:1, für Schlusslicht Admira gab es beim 2:2 gegen Ried den ersten Punkt.

Nach der überraschenden Niederlage gegen Mattersburg, der ersten überhaupt im Hanappi-Stadion gegen einen burgenländischen Klub, gratulierte Rapid-Coach Josef Hickersberger nicht nur dem Gegner, sondern „ganz Burgenland für diesen sporthistorischen Sieg.“ Für seine Mannschaft hatte der Ex-Teamchef hingegen keine Glückwünsche parat. „Die Niederlage war die Strafe für zu wenig Leidenschaft und Laufbereitschaft. Vielleicht war es eine Warnung zur rechten Zeit“, sagte Hickersberger.

Die Kritik von Kapitän Steffen Hofmann, einige Spieler hätten die ihnen zugedachten Aufgaben nicht erfüllt, wollte der Trainer nicht kommentieren. “Über Probleme, die durch taktisch nicht kluges Spiel passieren, möchte ich in der Öffentlichkeit nicht reden“, sagte „Hicke“.

Dafür prangerte er die Unfähigkeit seines Teams an, sich voll auf die Mattersburg-Partie zu konzentrieren und noch keine Gedanken an Lok zu verschwenden. „Ich habe sie gewarnt. Die Botschaft haben sie gehört, allein es fehlte der Glaube“, nahm Hickersberger Anlehnung bei Goethes Faust.

Die erhoffte Moralinjektion vor dem Rückspiel am Dienstag in Moskau, wo die Hütteldorfer mit einer 1:1-„Hypothek“ starten, blieb aus. „Wir treten nicht so auf, wie ein Meister auftreten sollte. So haben wir in Moskau keine Chance, da könnten wir uns die Reisekosten gleich sparen“, ärgerte sich Hickersberger.

Statt mit einem vollen Erfolg die Tabellenführung zu übernehmen, wuchs der Rückstand der Grün-Weißen auf die Austria auf drei Punkte an. Dabei standen auch die Violetten am Tivoli neu am Rande einer Niederlage, ehe Ceh per Freistoß kurz vor Schluss das schmeichelhafte 2:2 gelang. „Das war heute sicher nicht unser bestes Spiel, daher kann ich mit dem Punkt gut leben“, erklärte Sportchef Peter Stöger, der sich den letzten Auftritt seiner Elf vor dem Rückspiel in der UEFA-Cup-Qualifikation gegen Zilina anders vorgestellt hatte.

Über eine gelungene UEFA-Cup-Generalprobe durfte sich hingegen Pasching freuen. Die Oberösterreicher landeten daheim gegen Salzburg einen 1:0-Sieg und tankten damit Selbstvertrauen für den Trip nach St. Petersburg. Die „Bullen“ hingegen kommen vor allem auswärts überhaupt nicht in Tritt, wie die Bilanz von einem Punkt in vier Partien in der Fremde beweist. „Das ist absolut zu wenig für uns, wir müssen Spiele bestimmen. Auswärts gehört viel mehr Leidenschaft in die Mannschaft“, kritisierte Trainer Kurt Jara.

Die mit einigen namhaften Kickern gespickte Salzburger Truppe liegt als Achter bereits neun Punkte hinter Spitzenreiter Austria, dafür aber nur sechs Zähler vor Schlusslicht Admira. Die Südstädter holten beim 2:2 gegen Ried ihren ersten Saison-Punkt und bescherten damit Neo-Coach Robert Pflug einen halbwegs gelungenen Einstand. „Die Mannschaft hat alles gegeben, das ist der erste Schritt zum Erfolg“, sagte der frühere Sturm-Betreuer, dessen Elf ein 0:2 umgedreht hatte. Widerpart Heinz Hochhauser sprach nach dem Schlusspfiff von einem „glücklichen Punkt“ für seine Mannschaft. „Wir sind nicht mehr so kompakt wie zu Saisonbeginn, uns fehlen zu viele wichtige Spieler“, sagte der HTL-Professor.

Grazer Derby Sturm – GAK wegen starken Regens abgesagt 

Das 123. Grazer Fußball-Derby zwischen Sturm und GAK ist am Sonntag den starken Regenfällen zum Opfer gefallen. Auf Grund der heftigen Niederschläge in den vergangenen Stunden standen große Teile des Spielfeldes im Schwarzenegger-Stadion unter Wasser. Da auch die Wettervorhersage keine Besserung erwarten ließ, entschied sich Schiedsrichter Fritz Stuchlik zur Absage.

Einen Ersatztermin für das Spiel der siebenten Runde will die Bundesliga am Montag bekannt geben.

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