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Wiener Legende: Ostbahn-Kurti feiert Geburtstag

Zwischen "Ostbahn" und Menschenrechten: Willi Resetarits wird 60. 2003 feierte der Ostbahn-Kurti seinen Abschied. Zum Geburtstag wird ihm jetzt ein TV-Schwerpunkt gewidmet. TV-Tipp: "Blutrausch"

Der kultige Bluesrocker, der “Bruce Springsteen aus Favoriten”, dessen Liedtexte – oder eigentlich die seines “Schöpfers” Günter Brödl – unverrückbar in den Sprachschatz seiner Fans eingegangen sind, war mit seiner Musik, aber auch mit der wiederbelebten Radioshow “Trost und Rat” eine hochbeliebte Kunstfigur. Dass Willi Resetarits, der am Sonntag (21. Dezember) seinen 60. Geburtstag feiert, mehr ist als “Dr. Ostbahn”, beweist er seit nun fünf Jahren mit neuen Musikprojekten und viel sozialem Engagement,. Zum Geburtstag widmet der ORF dem vielseitigen Musiker einen Schwerpunkt.

Am 21. Dezember 1948 als Sohn burgenlandkroatischer Eltern in Stinatz geboren, wuchs Willi Resetarits wie seine gleichfalls bekannten Brüder Lukas und Peter kroatisch sprechend auf. Im Alter von drei Jahren zog er nach Wien, nach der Matura studierte er Anglistik und Sport auf Lehramt, gab das Lehrerziel aber bald zugunsten seiner Politrock-Gruppe “Schmetterlinge” auf und machte bereits damals – etwa bei der Arena-Besetzung 1976 – mit gesellschaftspolitischem Engagement auf sich aufmerksam. Mitte der 80er wurde schließlich gemeinsam mit dem Autor und Komponisten Günter “Trainer” Brödl Resetarits’ erfolgreichstes Alter-Ego geboren: Der Ostbahn-Kurti. Mit seiner “Chefpartie” lockte er vor allem mit Coverversionen wie dem Springsteen-Klassiker “Feia” tausende Fans zu seinen Konzerten, mit der “Kombo” – ab 1994 – kamen immer mehr Eigenkompositionen dazu.

Als Held von Comics, als Moderator der Radio Wien-Sendung “Trost und Rat” sowie mit seinen 1994 offiziell zurückgelegten Titeln “Doktor der Önologie (Weinkunde)”, “Professor der Kurtologie” und “Obermedizinalrat” wurde Kurt Ostbahn aber auch jenseits seiner Musik zu Kultfigur. Sprüche wie “Inländer Rum statt Ausländer Raus” oder der klassische Abschiedsrat “Seids vursichtig, und lossts euch nix gfoin” bleiben – auch nach dem Abschiedskonzert auf der Hohen Warte 2003.

Nach 20 Jahren Schmetterlingen und 20 Jahren Ostbahn konzentrierte sich Resetarits in den vergangenen Jahren verstärkt auf neue Projekte wie den “Stubnblues” sowie Kooperationen mit Musikern aus anderen Kulturen. Sein Engagement für Interkulturellen Dialog, unter anderem als Mitbegründer von “Asyl in Not”, “SOS Mitmensch” und als Obmann des Vereins “Projekt Integrationshaus” brachte ihm Auszeichnungen wie den “Bruno-Kreisky-Preis für Menschenrechte” und den “Josef-Felder-Preis für Gemeinwohl und Zivilcourage”. Zu seinem Geburtstag dankte ihm heute, Freitag, auch Bundespräsident Heinz Fischer für seinen “großen Einsatz für Solidarität und Toleranz”.

Der ORF, wo Resetarits schon zwischen 1995 und 1998 als Ostbahn-Kurti, und nun schon im zweiten Jahr der Neuauflage sonntäglich “Trost und Rat” spendet (Radio Wien), feiert seinen 60. Geburtstag mit einem umfangreichen Schwerpunkt: Als “dok.film” (21. Dezember, 23 Uhr) wird das Porträt “‘So schaut’s aus. G’schichten vom Willi Resetarits” ausgestrahlt, für das Regisseur Harald Friedl einen “tiefgehenden und höchst unterhaltsamen” Blick in die wechselvolle Lebensgeschichte des Musikers geworfen hat, wie der ORF in einer Aussendung ankündigt. Seine Brüder Lukas und Peter kommen ebenso zu Wort wie seine Freunde – von Herbert Prohaska bis Schiffkowitz.

Das Kinodebüt Ostbahns, der Krimi “Blutrausch” von 1997, erlebt dann um 0.15 Uhr ein Dakapo auf ORF 2, auf 3sat wird um 0.05 Uhr eine Aufzeichnung des “Geheimkonzerts” im Wiener Rockhaus von 2004 gezeigt, bei dem das Bestseller-Album “Espresso Rosi” präsentiert wurde, im Anschluss gibt es auch hier den Porträtfilm “So schaut’s aus”. Ein anderes Porträt mit dem Titel “Losst’s euch nix gfoin” von Günther Löffelmann sendet der ORF am 22. Dezember im bayrischen alpha-Österreich. Die künstlerischen Stationen zwischen “Schmetterling”, “Ostbahn” und heute stehen schon am 20. Dezember im Zentrum eines Ö1-Hörbildes “Der Musikant” um 9.05 Uhr. Resetarits persönlich gibt es an seinem runden Geburtstag natürlich auch auf Radio Wien bei “Trost und Rat”, wie jeden Sonntag zwischen 13 und 14 Uhr.

Mit ihm gemeinsam ins neue und in sein 61. Lebensjahr starten können Fans bei der “Willi Resetarits Silvester Schau” im Wiener Konzerthaus. Hier bestreitet der Jubilar am 31. Dezember ab 22.30 Uhr wieder sein traditionelles Galaprogramm mit ausgewählten Gästen und Freunden ganz nach seinem Geschmack.

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