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Wiener Albertina hat Sammlung Batliner neu gehängt

©Andreas Tischler
Seit Mittwoch bietet eine Auswahl von rund 210 Werken unter dem bekannten Titel "Monet bis Picasso" einen geballten Museums-Parcours vom französischen Impressionismus bis zu Lucio Fontana und Victor Vasarely in der Wiener Albertina.
Die besten Bilder: Batliner Ausstellung in der Wiener Albertina

Dass Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder noch zu Jahreswechsel ein ganz anderes Neuaufstellungs-Konzept angekündigt hatte – nämlich eine Schau, die unter dem Titel “Modern Times” auch Exponate der Architektur- und Fotosammlung sowie Alltagsgegenstände und Filme mit einbeziehen sollte -, erwähnte er gestern mit keinem Wort. Dafür hielt er vor den zahlreich erschienenen Eröffnungsgästen einen Festvortrag zum Thema “Die Albertina und ihre Sammler“.

Er schlug dabei den Bogen von Herzog Albert von Sachsen-Teschen, dem die Albertina Namen und Sammlungs-Grundstock verdankt, über Herbert und Rita Batliner und Mathias und Eva Forberg bis zu Carl Djerassi. Es sei nicht weise, das Kunstsammeln allein dem Staat zu überlassen, zumal dieser nicht genügend Mittel dafür zur Verfügung stellen könne. Private Leihgaben seien immer schon Teil öffentlicher Sammlungen gewesen, so Schröder, der sich, frei nach Wilhelm von Humboldt dazu bekannte, “Sammler zu sammeln”. In englischen Museen betrage das Verhältnis von Dauerleihgaben zu Staatsbesitz derzeit vier zu eins.

Schröder über private Sammler

Ausführlich beschäftigte sich der Museumsdirektor mit jener Diskussion, die Museen vorwirft, sich zum “Durchlauferhitzer” für Wertsteigerungen privater Kunstsammlungen missbrauchen zu lassen. “Dieser Gedanke ist falsch”, versicherte Schröder. Wenn sich Museen bei der Übernahme privater Sammlungen an die Richtlinien des internationalen Museumsrates ICOM hielten und dies auch in klar formulierten Verträgen festschrieben, dann entstehe ein fruchtbarer Dialog zwischen Sammler und Museum, von dem beide profitierten. Schröder schloss sich Peter-Klaus Schuster, dem früheren Generaldirektor der Staatlichen Museen Berlin an, der einmal gemeint hatte, so wie Scheidungen kein Argument gegen die Institution Ehe seien, seien Streitfälle kein grundsätzliches Gegenargument gegen die Verbindung von Privatsammlungen und Museen.

Sternstunde in der Albertina

“Wir brauchen den Einfluss des Sammlers nicht zu fürchten”, versicherte Schröder und nannte die 2007 erfolgte Übergabe der Sammlung Batliner erneut “eine Sternstunde in der Geschichte der Albertina“. Vom Funkeln der Sterne konnten sich die Eröffnungsgäste beim anschließenden Rundgang durch die Neuaufstellung überzeugen. Wie schon bei der im Mai 2009 eröffneten Erstpräsentation ist es ein illustriertes Who-is-Who der jüngeren Kunstgeschichte, das von Claude Monet und Amedeo Modigliani bis zu Pablo Picasso und Ernst Ludwig Kirchner reicht, an ausgewählten Stücken der Paul Klee-Sammlung von Carl Djerassi ebenso entlangführt wie an Marc Chagall und Kasimir Malewitsch, Oskar Kokoschka und Herbert Boeckl, um bei Francis Bacon, Barnett Newman und Arnulf Rainer zu enden. Mehr zeitgenössische Positionen sollen unter dem Titel “Baselitz – Richter – Kiefer” ab 17. Juni folgen.

Mehr Infos unter www.albertina.at.

APA/Redaktion

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