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Wien will Schwarzgeld aus Vaduz zurückholen

Vergangene Woche überreichte Spindelegger (l.) dem liechtensteinischen Regierungschef Tschütscher das „Große goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich“.
Vergangene Woche überreichte Spindelegger (l.) dem liechtensteinischen Regierungschef Tschütscher das „Große goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich“. ©APA
Regierungen verhandeln über Abgeltungssteuer. Experten erhoffen 50 Millionen Euro.

Zur Budgetsanierung plant die österreichische Regierung nicht nur mit der Schweiz eine Vereinbarung über eine Abgeltungssteuer, sondern auch mit Liechtenstein. Das bestätigte Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) gestern im Gespräch mit Vertretern der Bundesländerzeitungen. Durch die Steuer, deren Höhe noch offen ist, sollen Schwarzgelder belastet werden, die österreichische Staatsbürger ins Nachbarland gebracht haben. Experten zufolge könnten 50 Millionen Euro zusammenkommen. Sie sollen zur Budgetsanierung beitragen.
Laut Spindelegger sind Verhandlungen mit Liechtenstein über die Abgeltungssteuer fix. Regierungschef Klaus Tschütscher habe sich vergangene Woche „schriftlich“ dazu bekannt. In Vaduz hieß es auf Anfrage der VN, dass man auf „schnellstmögliche Fortschritte“ hoffe.
Mit der Schweiz tut sich Österreich noch schwerer. Offiziell sind mit dem Land noch keine Verhandlungen in Sicht. Dennoch soll eine Abgeltungssteuer in diesem Fall eine Milliarde Euro zur Budgetsanierung bringen – und zwar schon im kommenden Jahr.

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