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Wien: Geldtransporter verlor 150.000 Euro

Wie jetzt bekannt wurde, hat ein Geldtransporter Ende Juni in Wien während der Fahrt zur Nationalbank einen Koffer mit rund 150.000 Euro - so der in Medienberichten kolportierte Wert - verloren.

Gefunden wurde das Ladegut auf der Straße von einem Kriminalbeamten in zivil, der rein zufällig hinter dem Transporter fuhr. Entsprechende Berichte am Dienstag bestätigte die Polizei auf Anfrage der APA. Ein Fahrzeug des selben Unternehmens war Mitte Juli in Wien überfallen worden.

Am 30. Juni war der Beamte vom Landeskriminalamt Wien in zivil mit seinem Pkw in der Hörlgasse in Alsergrund hinter dem Transporter unterwegs, als dessen hintere Fahrzeugtür aufsprang und eine Geldkassette mit etwa 150.000 Euro auf die Straße fiel, erzählte ein Ermittler. Geistesgegenwärtig hat der Polizist mit seinem Fahrzeug die Straße abgesperrt, den Koffer aufgehoben und ist dem Geldtransporter hinterhergefahren. Trotz mehrerer Anhalteversuche ist der Lenker weitergefahren. Bei der Nationalbank hat der ehrliche Finder schließlich den Transporter eingeholt und den Geldkoffer abgegeben.

Grund für den Zwischenfall dürfte ein Defekt am Geldtransporter gewesen sein. Laut Stefan Ratzenberger, Sprecher der betroffenen Firma Loomis Österreich, war eine Tür nicht ganz geschlossen. Normalerweise blinke in so einem Fall eine Warnleuchte im Fahrzeuginneren auf, aufgrund eines elektronischen Defektes dürfte das Warnsystem ausgefallen sein. Konsequenzen gebe es daher für die Mitarbeiter keine. Man habe aber daraufhin sämtliche Fahrzeuge überprüfen lassen, um derartige Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Laut Loomis-Sprecher Ratzenberger stimmt der kolportierte Betrag von 150.000 Euro nicht. “So ein Wert darf mit einem derartigen System gar nicht transportiert werden”, meinte er. Über den genauen Betrag wollte er sich nicht äußern. Große Geldsummen werden in speziellen Boxen geführt, die nur vom Kunden und dem Fahrer gemeinsam geöffnet werden können. Versuchte man diesen gewaltsam zu öffnen, würde Tinte in das Innere gespritzt und die Scheine unbrauchbar.

Nach dem Missgeschick in der Hörlgasse ist die Auszahlung eines Finderlohns vorgesehen. Allerdings ist offenbar noch nicht geklärt, ob ein Kriminalbeamter diesen überhaupt annehmen dürfte.

Am 13. Juli wurde ein Wagen der gleichen Sicherheitsfirma von zwei Männern überfallen, die damals kolportierte 400.000 Euro raubten. Ungereimtheiten gab es bezüglich des Wahrheitsgehalts der Überfallversion. Die Ermittlungen in diesem Fall sind noch im Laufen, so der Sprecher des Unternehmens.

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