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Wien fordert Verbot von Plastiksackerln

Das Plastiksackerl soll bald Geschichte sein - zumindest wenn es nach Umweltstadträtin Ulli Sima (S) und dem grünen Umweltsprecher Rüdiger Maresch geht.

Am Donnerstag wurde in einer Pressekonferenz ein Stufenplan für einen österreichweiten Ausstieg aus den Plastiksackerln vorgestellt. Letztes Wort hat allerdings der Bund, ein Verbot allein auf Landesebene ist nicht möglich. Daher will Sima bei der nächsten Landesumweltreferentenkonferenz (LURK) Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V) einen entsprechenden Antrag übergeben.

Konkret soll das Plastiksackerl in allen Lebensbereichen ersetzt werden, wo es sinnvolle Alternativen, wie Bio-Kunststoffsackerl oder mehrfach nutzbare Tragtaschen gibt. Der von der Umweltstadträtin vorgestellte Stufenplan beinhaltet zunächst das Verbot von Gratissackerln beim Einkaufen. Darauf soll die Substituierung von Plastiksackerln durch andere Materialen wie Stofftaschen oder Körbe folgen. Angestrebtes Ziel ist ein generelles Verbot von Plastiksackerln.

“Wenn man will, könnte der Stufenplan bis Jahresende umgesetzt werden”, betonte die Umweltstadträtin. Allerdings spieße sich dieses Vorhaben beim zuständigen Minister, so Maresch. Auch aus den Bundesländern Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark gebe es bereits Anträge für ein Verbot des Plastiksackerls, versicherte der Umweltsprecher der Grünen. Damit es hier zu einer Veränderung kommt, will nun die Stadt Wien gemeinsam mit den anderen Bundesländern den Druck auf Berlakovich erhöhen und bei der nächsten Landesumweltreferentenkonferenz am 10. Juni in Tirol einen entsprechenden Antrag stellen.

Nach einer vom Institut für Sozialforschung (IFES) durchgeführten Umfrage spricht sich immerhin jeder zweite Wiener für ein Verbot aller Plastiksackerl aus. “Sehr schädlich” oder “eher sehr schädlich” für die Umwelt sind für 85 Prozent der Wiener die Plastiktaschen. In Wien allein fallen laut Wiener Restmüllanalysen pro Jahr rund 1.500 bis 2.000 Tonnen Plastiksackerl an.

Auf internationaler Ebene haben bereits einige Länder dem Plastiksackerl das Leben schwer gemacht. So gibt es etwa in Italien seit Jahresbeginn ein Plastiksackerlverbot, in Irland wiederum hebt man seit dem Jahr 2002 eine Abgabe pro Plastiktasche ein. Auf EU-Ebene hat die europäische Kommission in Brüssel kürzlich eine öffentliche Befragung zum Thema Plastiksackerl gestartet. Damit soll herausgefunden werden, welcher Ansatz die bessere europaweite Lösung ist: Ein generelles Verbot oder eine Steuer auf das Plastiksackerl.

Sima und Maresch versprechen sich durch das gemeinsame Vorgehen mit den anderen Bundesländern in Sachen Plastiksackerlverbot langfristigen Erfolg. Denn: “Nach der Atomkatastrophe in Japan ist dem Umweltminister in seiner Verzweiflung ja auch der Stress-Test für AKWs eingefallen, vielleicht passiert das auch bei den Plastiksackerln“, scherzte der grüne Umweltsprecher.

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