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Wien erlebt Funkenzauber aus Wolfurt

Wolfurt - Am Donnerstag reiste die erste Partie ab. Am Freitag folgte der große Rest. Heute wollen 230 Wolfurter dafür sorgen, dass der Winter in Wien keine Chance mehr hat.

Und zwar mit einem Funkenfeuer „Im Himmel“. Rund 25 Kubikmeter Abbruchholz wurden dafür gegen Osten geschickt. Ebenfalls mit im Gepäck eine Funkenhexe. „Wie es sich für einen traditionellen Vorarlberger Funken eben gehört“, sagt Funkenmeister Christian Gasser.

Sie haben die Arbeit für das „einmalige Erlebnis“ brüderlich geteilt. Die Rickenbacher Funkenzunft lieferte die Hexe und ist für die Funkenzeremonie vor Ort zuständig. Die Ächler kümmern sich um den Funken. Sie besorgten das Holz und die Abbruchpaletten, mit denen das pyramidenförmige Gerippe zwecks besserer Brennwirkung gefüllt wird. Auf die in Wolfurt übliche Verkleidung des Funkens mit Christbäumen muss Christian Gasser in Wien allerdings verzichten. „Die wären jetzt alle schon dürr“, meint er.

Doch das soll den Spaß nicht mindern. Etwa zwölf Meter hoch, schätzt der lang gediente Ächler Funkenmeister, dürfte das Bauwerk insgesamt werden. „Das passt“, sinniert er. Auch die Vorbereitung war gründlich. So wurde das gesamte Holz auf die jeweils erforderliche Länge zugeschnitten, sämtliche Löcher für die Nägel vorgebohrt und der Funken vor seiner Verladung einmal komplett aufgebaut. „Man verschickt einen Funken schließlich nicht jeden Tag“, begründet der Maschinenschlosser die zusätzliche Mühe. Anschließend gingen die Männer daran, sämtliche Teile fein säuberlich zu kennzeichnen und einzupacken. Damit beim Auspacken jeder weiß, wohin welches Teil kommt.

Per Lkw ging die Fracht schließlich Richtung Wien. Weil zum Aufbau ein Kran erforderlich ist, entschloss man sich laut Gasser für den Transport mit einem Kran bestücken Laster. Sonst hätte man in Wien einen bestellen müssen und so weiter und so fort. Jedenfalls sei das die einfachere Variante. Ganz sicher wird der Funken mit Nägeln zusammengehalten.

„Nicht dass es uns ergeht wie den Schnifnern“, merkt Christian Gasser an. Denen fiel die ganze Pracht nämlich um. Die Wolfurter Delegation will sich keinen wie immer gearteten Umfaller in der Bundeshauptstadt leisten.

„Der Platz ist wunderschön“, schwärmt der Funkenmeister aus Leidenschaft. Das Wetter sollte halt noch mitspielen. Zu viel Wind wäre schlecht für das geplante Feuerwerk. Aber: „Für Samstag ist nur eine leichte Brise angesagt“, hat sich Oberorganisator Ferde Hammerer schon informiert.

ZUR PERSON

  • Geboren: 26. Juni 1965 in Hard
  • Wohnort: Wolfurt, verheiratet, 2 Kinder
  • Beruf: Maschinenschlosser
  • Hobbys: Ski fahren, Windsurfen, Funken bauen
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