Wieder Rekordergebnis

Der Life Ball 2006 hat es wieder geschafft: 1.111.162,95 Euro. "Wir sind sehr stolz und glücklich, dass wir den Reinerlös auch heuer steigern konnten".  

Der Life Ball 2006 hat es wieder geschafft, den Reinerlös vom Vorjahr zu toppen. 1.111.162,95 Euro fließen heuer in nationale und – über die Kooperation mit der American Foundation for Aids Research (amfAR) – in ausgewählte internationale Projekte. Dies gaben die Organisatoren am Mittwochabend bekannt.

Das Hauptaugenmerk in diesem Jahr liegt dabei in der Bekämpfung von HIV und AIDS bei Babys und Kleinkindern. 2005 wurde mit 1.017.673,75 Euro erstmals die Eine-Million-Schallmauer durchbrochen.

„Wir sind sehr stolz und glücklich, dass wir den Reinerlös auch heuer wieder steigern konnten und danken allen, die dazu beigetragen haben, aus tiefstem Herzen: Unseren Wirtschaftspartnern, den hunderten freiwilligen Helfern, den Medien und natürlich unseren Gästen“, so Gery Keszler beim traditionellen Life Ball Apres, der heuer auf Einladung von Life Ball-Gastronomiekoordinator Christian Chytil in dessen neuem Wiener Lokal „Riverside“ stattfand. Großes Kompliment kam in diesem Jahr aus der Kanzlei des Bürgermeisters Häupl: Im Wiener Rathaus entstand in der Life Ball Nacht kein ein einziger Euro Schaden.


Life Ball mit Top-Prominenz

Unter dem Motto “A Choir of Love against an Army of Ignorance” findet am Samstag der bereits 14. Life Ball im Wiener Rathaus statt. Der Life Ball am Samstag hat bereits am Freitagabend spektakulär begonnen: Sowohl die US-Schauspielerin Sharon Stone als auch das britische Top-Model Naomi Campbell besuchten den traditionellen Life Ball-Cocktail im Wiener Hotel Intercont. „Rock on!“, feuerte Stone die Gäste des Abends an, „ich möchte Aids stoppen“.

Den Tag hatte Stone weniger energiegeladen verbracht. „Ich habe die ganze Zeit geschlafen“, sagte der „Basic Instinct“-Star. Die Stunden vor dem Life Ball am Samstag will sie allerdings dazu nutzen, die Albertina zu besuchen. Ihr Hauptaugenmerk legte die Schauspielerin aber ganz auf das Thema Aids. Die blonde Schönheit bedankte sich sowohl bei den Organisatoren als auch bei den anwesenden Gästen: „Manchmal ist Feiern nicht genug. Aber wenn man für das Leben von anderen Menschen feiert, dann ist das großartig.“

Als Überraschungsgast stieß am Abend auch das britische Supermodel Naomi Campbell, das gerade erst in Wien angekommen war, zu der Veranstaltung. „Der Life Ball ist das wichtigste Event überhaupt“, meinte Campbell keine Spur von zickig. Nach ein paar Minuten in der Menge rauschte sie allerdings wieder ab.

Zu Mittag war bereits die Sängerin Anastasia in Wien gelandet. „Es ist eine große Ehre, dabei zu sein“, sagte die Künstlerin. Zeit für einen Stadtbummel oder einen Museumsbesuch bleibt nicht. „Ich werde hier ausschließlich arbeiten“, zeigte sich Anastasia pflichtbewusst.

Organisator Gery Keszler konnte sich angesichts der Starriege nur mehr bedanken. „Es ist wirklich großartig“, sagte er – auch wenn der Mr. Life Ball seit Tagen im Dauerstress ist. „Sie halten einen schon auf Trab“, schmunzelte er.

Neben Stone, Anastasia und Campbell werden am Life Ball am Samstag auch die französische Filmdiva Catherine Deneuve, Nina Hagen sowie die Band Kool and the Gang erwartet. Die Modeschau auf der Bühne am Wiener Rathausplatz richtet in diesem Jahr das Modehaus Diesel aus.

Das Charity-Event steht ganz im Zeichen der Operette. Die Melodien von Johann Strauss und Franz Lehar werden aber natürlich dem Spektakel anpasst und von Interpreten dargebracht, die man nicht unbedingt mit der Operette assoziiert. Um 19.30 Uhr öffnet das extra gestylte Rathaus seinen schrillen Gästen die Türen. Der „offizielle Teil“, der von „Romy“-Preisträgerin Sonya Kraus und dem Schauspieler und „Jedermann“-Darsteller Peter Simonischek moderiert wird, beginnt um 21.00 Uhr mit der „Life Ball Fanfare“, die ab heuer jedes Jahr die Nacht einläuten wird.

„Ihre Spende kann ein Durchbruch im Aids-Kampf sein“ „Eine echte Veränderung braucht nur eine Sekunde. Und es ist nur dieser Moment, der für die Entdeckung eines Aids-Medikaments notwendig ist, so wie bei Polio oder Influenza. Und dann wird dieser Moment gerade von einer kleinen Person finanziert, die gerade 50 oder 100 Dollar für die Aids-Hilfe gespendet hat.“ Hollywoodstar Sharon Stone appellierte am Samstagnachmittag bei einer internationalen Pressekonferenz in einer bewegenden Rede an die Öffentlichkeit, sich großzügig zu zeigen. Sie kam mit allen anderen Topstars im Vorfeld des diesjährigen Wiener Life Balls zu dem Pressetermin.

Und in Richtung Journalisten: „Sie geben das an die Menschen weiter. Sagen Sie der Welt, sich beim Spenden nicht verhalten zu zeigen. Sie können das ändern. Und es war dann Ihr Verdienst, weil Sie es der Öffentlichkeit gesagt haben.“ Sharon Stone kam in ihrer Funktion als amtierende Präsidentin der American Foundation for Aids Research (amfAR). Ihr Auftritt markierte zugleich den Beginn einer groß angelegten internationalen Zusammenarbeit zwischen dem Life Ball und amfAR.

Jede Minute sterbe ein Kind und jede Sekunde eine Frau an Aids, sagte Stone. Als die Schauspielerin begann, beim amfAR zu arbeiten, habe sie nie geglaubt, solche Erfahrungen zu sammeln. „Diese Menschen verbringen die meiste Zeit in Krankenhäusern. Kinder verlieren ihre Eltern“, erzählte der Filmstar. „Es ist herzzerreißend zusehen zu müssen, wenn Babys sterben müssen, nur weil das Geld fehlt“, sagte Supermodel Naomi Campbell, die viele Freunde an der Krankheit verloren hat. Das Mannequin stand für eine Life Ball-Briefmarke Modell, die in einer limitierten Auflage zu Gunsten des Life Balls zu haben ist.

„Es ist egal, ob man gegen Brustkrebs oder Aids kämpft, man muss das Bewusstsein in den Köpfen der Menschen behalten“, meint Popstar Anastacia, die erfolgreich gegen Brustkrebs gekämpft hat. „Wir brauchen die Stimmen und die Kraft aller.“ Life Ball-Vater Gery Keszler: „Ich bin stolz darauf, die lautesten Stimmen in diesem Jahr beim Life Ball zu haben.“

In diesem Jahr wird der von Swarovski gestiftete „Life Ball Crystal of Hope“ an die Organisation “Ärzte ohne Grenzen“ von der französischen Filmdiva Catherine Deneuve überreicht. Das Preisgeld von 100.000 Euro kommt deren Projekt „SAMBA“ zur Früherkennung von HIV bei Babys zu Gute.

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