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Wieder mehr Unternehmensgründungen in Vorarlberg

Im ersten Halbjahr 2018 wurden in Vorarlberg 551 Unternehmen gegründet.
Im ersten Halbjahr 2018 wurden in Vorarlberg 551 Unternehmen gegründet. ©Steurer
Die Halbjahresbilanz bei den Unternehmensgründungen in Vorarlberg zeigt mit 551 Gründungen (ohne selbstständige Personenbetreuer/-innen) gegenüber dem Vorjahr wieder ein leichtes Plus von 2,8 Prozent. Damit liegt Vorarlberg genau im Österreichschnitt.

Der Wille eigener Chef zu sein ist in Vorarlberg ungebrochen. Die gute Wirtschaftslage hat im heurigen Jahr offensichtlich zusätzlich motiviert, den Weg in die Selbständigkeit anzutreten. Viele kleine und mittlere Unternehmen fast aller Branchen profitieren als Zulieferer für zahlreiche Leitbetriebe und Global Players im Land. Das Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Liechtenstein eröffnet zusätzliche Marktchancen.

„Gegründet wird dabei quer durch alle Branchen. Von Handel, Gastronomie, Werbegrafik-Design bis Spengler. Von Kfz-Techniker, IT-Dienstleiser, Bau- oder Baunebengewerbe über Hausservice, Kosmetik bis zur Metalltechnik – die Palette der klassischen Gründungsideen ist breit. Aber auch sogenannte Start-ups, also Betriebe mit neuen, innovativen Geschäftsideen und hohem Wachstumspotenzial finden sich mehr und mehr in der Gründerszene“, erklärt Mag. Christoph Mathis, Leiter des Gründerservice in der WKV.

Hauptmotive für Gründung

„Flexibler in der Zeit- und Lebensgestaltung zu sein“ und der „der eigene Chef sein wollen“ sind je knapp 70 Prozent die Hauptmotive für Gründungen. Es folgt das Motiv der „neuen Berufsperspektive“ mit über 60 Prozent. Das Durchschnittsalter der Selbstständigen beträgt 36,9 Jahre im Vergleich zu 36,8 Jahren im Gesamtjahr 2017.

Anlaufstellen für Gründer wurden erhöht

Aber nicht nur die Gründungszahlen sind gestiegen. Auch die Beratungs- und Informationsleistungen des Gründerservice, als erste Anlaufstelle für Leute mit einer Geschäftsidee, haben sich beträchtlich erhöht. So wurden mit 384 Gründungsberatungen um 9,7 Prozent mehr Kunden beraten als im Vergleichszeitraum 2017. Die Zahl der Workshop-Teilnehmerinnen ist von 245 auf 384 und damit um knapp 30 Prozent gestiegen. Mit der Business-Class bieten Gründerservice und Junge Wirtschaft zwei Veranstaltungstools und bringen damit Unternehmertum in die Schulen. Seit dem Start Ende 2016 wurden 33 Veranstaltungen mit 635 Schülern abgehalten.

„Die zunehmende Relevanz der Digitalisierung und des technologischen Wandels zeichnet sich auch bei den Gründungen ab. Mit Startupland, wurde deshalb in einer gemeinsamen Aktion von Startup-Unternehmen und WKV eine Plattform geschaffen, die dieser Entwicklung Rechnung trägt. Die Plattform soll dabei nicht nur Startups unterstützen, sondern auch Sprachrohr sein und die Startup-Mentalität in Vorarlberg fördern“, erklärt Mag. Marco Tittler, Stv.-Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Crowdfunding etabliert

Auch alternative Finanzierungen sind auf dem Vormarsch. Waren 2014 noch 48,9 Prozent der Investoren nahe Familienmitglieder, so waren es zwei Jahre später nur mehr 30,5 Prozent. Mittlerweile geben fast gleich viele Personen an* (28,6 Prozent), Fremde mit guten Ideen zu unterstützen. Alternative Finanzierungsinstrumente wie Business-Angels oder Crowdfunding haben sich schon beinahe etabliert.

Mit einer Großveranstaltung „Der Weg in die Selbständigkeit“ startet das Gründerservice am 2. Oktober um 17.30 Uhr im Montforthaus in Feldkirch in den Herbst. Gründungsinteressierte können sich Erstinformationen holen und erhalten Inputs der Top-Speaker Gerald Kern und Ali Mahlodji, Co-Founder des erfolgreichen Start-up-Unternehmens Watchado. Bei Österreichs größtem Businessplanwettbewerb i2b, einer Kooperation der Wirtschaftskammer mit Erste Bank und Sparkasse können Gründer/-innen noch bis zum 1. Oktober ihren Businessplan einreichen und neben Expertenfeedback attraktive Preise gewinnen.

(Red.)

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