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Wie lange man für Essen arbeiten muss

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Die zuletzt deutlich gestiegenen Preise bei Lebensmitteln bekommt jeder Konsument zu spüren. Wie teuer unser Essen wirklich geworden ist, zeigt jedoch erst die Entwicklung der Kaufkraft der Österreicher.

Und hier liefert die Statistik ein anderes Bild: Lebensmittel sind heute zum Großteil viel günstiger als noch vor 30 Jahren. Innerhalb des letzten Jahre gab es aber kräftige Verteuerungen.

Der Kaufkraftvergleich des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) zeigt, dass die Nettoeinkommen von Industriearbeitern in Österreich in einer Zeitreihe von 1980 bis 2007 deutlich schneller in die Höhe geklettert sind als die Kosten für Lebensmittel. Wir können uns also statistisch gesehen mehr leisten als noch 20 bis 30 Jahren.

Wie die Daten zeigen, musste man für 1 Liter Milch 1980 noch 8,8 Minuten arbeiten, heute hat ein Liter Milch nur mehr den Gegenwert von 4,1 Minuten Arbeitszeit. Noch dramatischer ist die Entwicklung bei Fleisch: Für ein Kilogramm Schweinefleisch arbeitete man früher 1,5 Stunden, heute ist das Kilo Schweinefleisch in 40 Minuten erarbeitet. Deutlich geringer geworden ist die nötige Arbeitszeit beispielsweise auch bei Zucker – 5 statt 10,8 Minuten bei 1 Kilogramm – und bei Kaffee – 8 statt 31 Minuten für 250 Gramm.

Betrachtet man die Entwicklung aber nur seit dem Jahr 2000, zeigt sich auch eine entgegengesetzte Entwicklung: Für einige Produktgruppen muss nun wieder länger gearbeitet werden. So musste ein Industriearbeiter im Jahr 2000 gut 10 Minuten werken, um sich etwa einen Wecken Mischbrot leisten zu können. 2007 brauchte er dafür 11,4 Minuten. Auch für Milch oder eine Semmel ist wieder mehr Arbeitszeit notwendig als in den Jahren davor.

Deutlich teurer geworden sind Dienstleistungen – sowohl im lang- als auch im kurzfristigen Vergleich. Für eine Stunde eines Installateurs musste ein Industriearbeiter 1980 rund 6,5 Stunden seiner eigenen Arbeitszeit aufwenden. Im Vorjahr waren fast genau 2 Stunden mehr nötig.

Einen krassen Preisverfall zeigt die Statistik bei Elektronikgeräten und Kleidung: Für ein Farbfernsehgerät waren 1980 noch fast 229 Stunden Arbeitszeit eines Industriearbeiters nötig, 2007 nur noch etwa 60,5 Stunden. Für ein Damenkleid musste man vor 30 Jahren 19 Stunden eigene Arbeitszeit aufwenden, heute sind es knapp 7 Stunden.

Für den Vergleich wurde das Nettoeinkommen eines Industriearbeiters herangezogen, weil es hier weit zurückreichendes Datenmaterial gibt. “Die Industrie zahlt besser als der Dienstleistungsbereich. Außerdem geht es hier nur um Vollzeitjobs”, wies Wifo-Experte Josef Baumgartner zuletzt im “Kurier” darauf hin, dass der angestellte Vergleich daher nicht für alle heimischen Arbeitnehmer gelten könne.

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