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Wie hängt eine Leuchte an der Decke?

Die offizielle Eröffnung durch Karlheinz Rüdisser (l) und Thomas Kohlert
Die offizielle Eröffnung durch Karlheinz Rüdisser (l) und Thomas Kohlert ©Edith Rhomberg
Dieser Frage ging der Architekt Georg Bechter nach und bekam schließlich den Staatspreis Design 2015 verliehen. 
designforum

 Dornbirn. Es gibt Geschichten wie diese, mit einem überraschenden Ende. Eines Tages sagte der jetzige Preisträger: „Dann machen wir das halt selber“ und legte damit den Grundstein für das Unternehmen Georg Bechter Licht. Das war lang bevor sein Produkt namens Baldachin, mit dem Staatspreis Design 2015 gekrönt, im designforum Vorarlberg Teil der Ausstellung „Walk of Fame“ wurde.

Als Architekt hatte Georg Bechter überhaupt nicht geplant, auch einmal ein Lichthersteller zu werden. Das bezeichnete er selbst, wenn auch schmunzelnd, sogar als „kleine Schizophrenie“, nachdem ihm Theresa Feurstein, Moderatorin des Abends, bei der Ausstellungseröffnung das Mikrofon übergeben hatte. Die Besucher erfuhren dann aus erster Hand, wie es dazu kam. „Mit den Lösungen, die der Markt für das Aufhängen einer Deckenlampe bot, war ich schlicht unzufrieden“, erklärte er. Sie genügten seinem Anspruch bei weitem nicht. Als ungenau oder schief montiert fand er die erforderlichen Abdeckungen ungeeignet. Also setzte er seine eigene Vorstellung in einem Entwurf um und begab sich auf die Suche nach einem Produzenten. Erst als kein Hersteller die Serienproduktion von Baldachin übernehmen wollte, war Bechters Schlussfolgerung, eher notgedrungen, die des Selbermachens.

Staatspreis Design 2015

Über die große Bedeutung von dem Österreichischen Staatspreis Design sprach Thomas Kohlert vom Bundesministerium WFW (Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft). Eine Feststellung hingegen, die „All you need is Design“ lautet, schwächte Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser persönlich etwas ab. Er freute sich natürlich speziell über den Vorarlberger Preisträger, aber nicht minder über zwei Nominierungen und den Gewinner eines Reisestipendiums, ebenfalls aus Vorarlberg. Rüdisser wies außerdem auf den hohen Stellenwert im Land von Kultur, Architektur und Handwerk hin. Mit neuer Formensprache eine Designkultur aufzubauen bezeichnete er als einen der Wirtschaftsfaktoren in eine erfolgreiche Zukunft.

Die Ausstellung wurde mit dem Durchschneiden des roten Bandes offiziell eröffnet. Die vielen Gäste des Eröffnungsabends, die zuvor den Musikern Andreas Semlitsch und Brendan Adams gelauscht hatten, suchten ihren Favoriten unter den 34 ausgestellten Projekten. Irgendwie sind sie alle schon Sieger, weil sie aus nicht weniger als 301 Einreichungen ausgewählt wurden. Fachsimpeln war anschließend bei feinen Getränken und exzellenten pikanten und süßen Häppchen angesagt. Unter den Gästen und Gratulanten des Preisträgers waren Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann sowie Stadtrat Guntram Mäser. Nicht gefehlt haben natürlich Hausherr Bernhard Ölz und Isabella Natter-Spets. Designinteressiert zeigten sich auch Herbert Kaufmann, Roland Jörg, Uta Belina Waeger, Klaus Luger oder Architekt Martin Häusle. Von der FH Vorarlberg kamen Prof. Heidi Weber und ihr Nachfolger, der neue Studiengangleiter InterMedia, Markus Hanzer.

designforum Vorarlberg

Dornbirn, CAMPUS V, Hintere Achmühlerstraße 1

Öffnungszeiten der Ausstellung bis 9. April

Dienstag bis Freitag: 8.00 bis 18.00 Uhr

Samstag: 13.00 bis 18.00 Uhr

Schul- und Gruppenführungen auf Anfrage unter vorarlberg@designforum.at

Der Eintritt ist frei

Öffentliche Führung um 18.00 Uhr:

30. März mit Staatspreis Design Preisträger Georg Bechter

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