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Wie ein Mordversuch den 30-jährigen Krieg auslöste

Der Prager Fenstersturz dargestellt in einem kolorierten Stich.
Der Prager Fenstersturz dargestellt in einem kolorierten Stich. ©Screenshot Video
Am 23. Mai 1618 warfen aufgebrachte protestantische Adelige zwei Statthalter und einen kaiserlichen Sekretär aus dem Fenster und läuteten damit einen verheerenden Krieg ein.

Der 30-jährige Krieg veränderte die gesamte historische Entwicklung in Europa und forderte über sechs Millionen Menschenleben. Der Auslöser war der sogenannte Prager Fenstersturz. Vor exakt 400 Jahren, am 23. Mai 2018, rebellierten protestantische Adelige in Prag gegen das Regime des katholischen Kaisers Matthias. Dieser hatte zuvor versucht, die protestantische Religionsfreiheit abzuschaffen. Dabei warfen sie die zwei Statthalter Jaroslaw Borsita Graf von Martinitz und Wilhelm Slawata von Chlum und Koschumberg sowie den Kanzleisekretär Philipp Fabricius aus dem Fenster.

Protestanten gegen Katholiken

Um dieses Ereignis zu verstehen, muss man einige Jahre zurückgehen und sich die vorherigen Entwicklungen betrachten. Der Prager Fenstersturz war die endgültige Eskalation zwischen dem protestantischen Adel Böhmens und den katholischen Habsburgern auf dem Kaiser- und dem Königsthron. Der Prager Fenstersturz ist eines der zentralsten Ereignisse in Europa überhaupt, der die Geschichte des Kontinents nachhaltig verändert und geprägt hat.

(Glom)

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