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Wie die Ländle-Jägerschaft zum Massenabschuss steht

Landesjägermeister Christoph Breier zu Gast bei "Vorarlberg LIVE".
Landesjägermeister Christoph Breier zu Gast bei "Vorarlberg LIVE". ©Screenshot VOL.AT
Landesjägermeister Christoph Breier hat bei "Vorarlberg LIVE" über den Druck auf die Jägerschaft, Massenabschüsse und Jagen in der Schonzeit gesprochen.

Video: "Sind mit der Abschussquote auf einem guten Weg"

Als Studiogast bei "Vorarlberg live" durfte Landesjägermeister Christoph Breier zuerst eine erfreuliche Tatsache kommentieren. "Ja, wir sind im Silbertal mit der Abschussquote auf gutem Weg. Wir werden alles tun, dazu beizutragen, die TBC-Inzidenzen zu senken und die Risiken einer Übertragung von Wildtier auf Nutztier zu verhindern", bemerkte Breier im Gespräch mit VOL.AT-Chefredakteur Marc Springer.

Jagen in der Schonzeit: Jägerschaft ist gegen das Schießen von trächtigen Tieren

Eines will die Jägerschaft nicht: In der Schonzeit trächtige Tiere erlegen zu müssen, um Quoten zu erfüllen. Es sei eine schreckliche Sache, bei solchen Abschüssen dann fast lebensfähige Embryonen sehen zu müssen, so Breier. Viele Jäger brächten so etwas auch nicht übers Herz.

Druck auf Jäger ist gestiegen

Die Jagd habe sich in den vergangenen Jahren verändert. "Der Druck ist für die Jäger viel größer geworden. Einige haben deswegen die Freude am Jagen verloren. Andere wiederum kommen mit diesem Druck gut zurecht", meinte Breier in der Live-Sendung. Bezüglich Abschussquoten für die verschiedensten Reviere habe es erstmals eine für zwei Jahre geltende Regelung gegeben. "Da muss man nicht jedes Jahr verhandeln", sieht Breier durch diese Regelung durchaus Vorteile.

Video: Das Jagen von Wolf, Bär und Luchs

Er selbst jagt nicht mehr. "Für mich war das früher nach einem anstrengenden Tag eine gute Möglichkeit, Ruhe zu finden. Heute geht das nicht mehr, weil du sofort Abschüsse tätigen solltest."

Video: Warum die Gams von der Ausrottung bedroht ist

Die Jägerschaft ist weiblicher geworden und muss sich mit der Situation arrangieren, dass Rotwild schwerer zu jagen ist. Grund: Das Wild wird durch Abschussdruck und Freizeitverhalten viel mehr gestört als früher und ist fast nur noch in der Nacht aktiv. Der Landesjägermeister spricht sich ganz dedzidiert gegen Regulierungsgatter aus, wo zusammengetriebenes Wild getötet wird.

(VN/VOL.AT)

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