AA

"Wichtig ist, dass das Gebäude funktioniert"

Der Entwurf der Wälderhalle muss wohl etwas "verschlankt" werden.
Der Entwurf der Wälderhalle muss wohl etwas "verschlankt" werden. ©Markus Gantner
Viel Arbeit hat ein Planungsteam während der letzten Jahre in das Projekt Wälderhalle gesteckt. Was sich nun geändert hat, was "verschlankt" werden muss und wann ein schlussendlicher Spatenstich erfolgen könnte.

"Wir haben in den letzten Jahren viel geplant und bewegt, aber die Zeit ging uns durch die Lappen", sagt Mario Kleber vom Planungsteam der Wälderhalle im "Vorarlberg LIVE"-Gespräch. Auch die Pandemie habe einen Strich durch einige Rechnungen gemacht und den Bau damit weiterverzögert. Steigende Baukosten, weggefallene Investitionen - nun müsse man das ursprüngliche Modell etwas zusammenstreichen und verkleinern.

Kompromissbereit

Neue Entwürfe stehen bereits. "Die runde Form möchten wir gerne beibehalten, wenn es die Lage erfordert, sind wir aber auch bereit für ein eckiges Modell", so Kleber. Grundsätzlich sei man kompromissbereit, was eine kompaktere Version der Halle angeht: "Wichtig ist, dass das Gebäude samt Innenleben funktioniert."

Restaurant fällt weg - Disco soll jedenfalls kommen

Dem Rotstift zum Opfer gefallen ist auch das angedachte Restaurant. "Ein echtes Restaurant mit allem Drum und Dran zu führen, ist in Vorarlberg nicht mehr so einfach", erklärt Mario Kleber, "darum haben wir das wegreduziert". Zwar ist eine Gastronomie nach wie vor im Plan, jedoch soll diese vor allem der Verköstigung bei Eishockey-Matches dienen. Keine Abstriche machen will man jedoch bei der Diskothek: Den jungen Leuten im Bregenzerwald fehlt nach wie vor eine regionale Möglichkeit zum Feiern. "Seit das E-Werk in Andelsbuch geschlossen hat, verspricht man eine neue Lösung, bis jetzt ist aber noch nichts passiert. Darum ist uns das sehr wichtig."

VOL.AT-Chefreporter Joachim Mangard im "Vorarlberg LIVE"-Gespräch mit Mario Kleber vom Planungsteam der Wälderhalle. (VOL.AT)

"Auch das schönste Hotel ist kein Zuhause"

Auch für das Team vom Eishockey Club Bregenzerwald wünscht man sich endlich eine eigene Heimat - nach wie vor die Hauptmotivation für den Bau der Halle. Denn, wie ECB-Pressesprecher Kleber zum bereits länger andauernden Gastspiel in der Dornbirner Messehalle meint: "Man kann im schönsten Hotel der Welt leben, aber man ist halt nicht zuhause".

Spatenstich bereits im Herbst?

Einen schlussendlichen Spatenstich kann Kleber sich für Herbst 2023 oder Frühjahr 2024 vorstellen. Im Mai will das Planungsteam die behördliche Vorprüfung angehen: "Unsere Arbeitsgruppe will jetzt wirklich Druck machen." Die vom Land zugesagte Unterstützung von über vier Millionen Euro steht noch - einen Wermutstropfen gibt es allerdings: "Als Bregenzerwälder bin ich von der Region enttäuscht. Da kommt nicht wirklich eine Hilfestellung und der Wille, etwas umzusetzen, ist zu wenig da."

(red/VOL.AT)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • "Wichtig ist, dass das Gebäude funktioniert"