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WHO: Klimawandel gilt als größte Bedrohung für die Gesundheit

Die größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit: der Klimawandel
Die größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit: der Klimawandel ©Pexels/Markus Spiske (Sujet)
Nach Schätzungen der WHO sind jedes Jahr weltweit mehr als 13 Millionen Todesfälle auf vermeidbare Umweltursachen zurückzuführen. Zudem geht dass die größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit vom Klimawandel aus.
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"Gesundheitsförderung kann viel zum Klimaschutz beitragen. Das Auto stehen lassen und aufs Rad schwingen oder beim Essen mehr auf pflanzliche Lebensmittel zu achten und weniger Fleisch zu konsumieren", sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne).

Gesundheitsförderung ist zugleich Klimaschutz

"Beides beugt nicht nur Erkrankungen vor, sondern schützt auch das Klima", betonte der Minister. Deshalb hat der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) im aktuellen Arbeitsprogramm "Gesunde Lebensweisen und Klimaschutz durch intersektorale Zusammenarbeit" als neue Programmlinie aufgenommen. "Einerseits setzt der FGÖ seit mehr als 20 Jahren erfolgreich Maßnahmen um, die die Bevölkerung zu einem gesunden Lebensstil motivieren. Andererseits ist es in der Gesundheitsförderung gelebte Praxis, Stakeholder aus vielen Sektoren an einen Tisch zu bringen, um hierzu weiterführende Maßnahmen zu entwickeln", erläuterte FGÖ-Leiter Klaus Ropin.

Zusätzlich zu dieser neuen Schwerpunktsetzung im FGÖ wurde im Rahmen der Agenda Gesundheitsförderung des Gesundheitsministeriums ein Kompetenzzentrum "Klima und Gesundheit" in der Gesundheit Österreich GmbH eingerichtet, das interdisziplinäre Expertise aus Wissenschaft, Policy und Praxis an den Schnittstellen von Klimaschutz, Klimawandelanpassung, Gesundheitsförderung und Gesundheitswesen bündelt.

Ernährungsbericht: Zu viel Fleisch- und Wurstwaren auf dem Speiseplan

Laut Österreichischen Ernährungsbericht essen die Menschen zu viel Fleisch- und Wurstwaren. Wer weniger davon verzehrt und mehr auf pflanzliche Lebensmittel setzt, trägt nicht nur dazu bei, Krankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs vorzubeugen, sondern leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Auch wenn mehr darauf geachtet wird, saisonale, regionale und Biolebensmittel zu konsumieren, anstatt weit gereiste Importwaren, wird das Klima geschützt, betonte der FGÖ. Aber auch die Vermeidung von Lebensmittelabfällen und die Reduktion von Verpackungsmüll sowie kurze Einkaufswege sind wichtige Aspekte im Sinne einer klimafreundlichen Ernährung.

Körperliche Aktivität: Gesundheit und Klima profitieren

Zudem wirkt sich regelmäßige körperliche Aktivität positiv auf die körperliche Gesundheit sowie das psychische und soziale Wohlbefinden aus. Wer für kurze Entfernungen das Auto stehen lässt und sich aufs Rad oder einen Tretroller schwingt oder gar zu Fuß geht, tut damit seiner Gesundheit und dem Klima etwas Gutes, meint der FGÖ.

Denn der Verkehrssektor zählt laut Umweltbundesamt zu den Hauptverursachern für Treibhausgasemissionen. Dabei ist der höchste Anteil der Emissionen im Verkehr auf den Straßenverkehr und hier insbesondere auf den Pkw-Verkehr zurückzuführen.

(APA/Red)

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