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Wett-Bluffen in Wengen

Das zweite Training für die Weltcup-Abfahrt der Herren in Wengen wurde am Donnerstag einmal mehr zum Wett-Bluffen bzw. -Bremsen. Sylviane Berthod macht den ÖSV-Damen den Abfahrts-Heimsieg streitig.

Alle Topfahrer wollten eine niedrige Nummer und daher eine Trainingsplatzierung knapp unter Rang 30 – Abfahrts-Weltcup-Sieger Michael Walchhofer löste zu diesem Zweck sogar am Start absichtlich zu früh die Zeit aus. Am wenigsten gut gelang das Wettbremsen dem Trainingsschnellsten Erik Guay, hinter dem Kanadier (2:32,48 Minuten) folgten der Italiener Peter Fill (+0.38 Sekunden), Klaus Kröll, Miller (jeweils 0,47) sowie Hermann Maier (0,63). Die “gewünschten” Platzierungen ergatterten andere Österreicher: Thomas Graggaber wurde 30. (Nummer 1), Fritz Strobl 29. (2), Michael Walchhofer 28. (3) und Benjamin Raich 26. (5). Für den Sieg am Samstag kommen laut Walchhofer „eine Hand voll Fahrer” in Frage, neben ihm selbst sind dies Strobl, Miller, Maier und Marco Büchel.

Weitaus sportlicher wird es auf dem Lauberhorn am Freitag zugehen, das Rennwochenende wird mit der Super-Kombination eröffnet (Abfahrt 10:30, Slalom 13:30 Uhr). Die großen Favoriten sind dabei Gesamt-Weltcup-Leader Benjamin Raich und Gesamt-Weltcup-Titelverteidiger Bode Miller. “Ich finde den Bewerb einfach super”, brach Raich eine Lanze für die gelungene Neueinführung der FIS.

Berthod macht ÖSV-Damen den Abfahrts-Heimsieg streitig
Sylviane Berthod geht am Freitag als Favoritin in die erste von zwei Weltcup-Abfahrten in Bad Kleinkirchheim (11:45 Uhr). Die Schweizerin, am Dienstag Erste und am Mittwoch Zweite, war im Abschlusstraining am Donnerstag vor den Augen von Strecken-Namenspatron Franz Klammer in 1:38,09 Minuten wieder die Schnellste. Sie verwies Janica Kostelic um 0,44 Sekunden auf Platz zwei. Als beste Österreicherin kam Michaela Dorfmeister auf Rang sechs (0,81). Lisi Görgl, die Schnellste am Mittwoch, landete im dritten Zeitlauf unmittelbar vor Katja Wirth auf Platz acht.

Es war ein Abschlusstraining ohne Wettbremsen, denn die Läuferinnen waren sich einig, dass die Startnummern keine Rolle spielen werden. Allerdings wartete auf die Serviceleute noch einiges an Arbeit, das Gleitstück könnte zur Schlüsselstelle werden. Die ÖSV-Damen gehen auf den ersten Abfahrtssieg seit dem Weltcupfinale im März 2005 in Lenzerheide los. ÖSV-Cheftrainer Herbert Mandl rechnet mit einem engen Rennen.

Links zum Thema:
Lauberhorn-Rennen in Wengen
weltcup.badkleinkirchheim.at

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