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Wertvolles Kulturgut schützen

Die Burgruine Blumenegg ein Denkmal für die Bevölkerung
Die Burgruine Blumenegg ein Denkmal für die Bevölkerung ©ZER
Ruine Blumenegg ehemaliger Herrschaftssitz der Blumenegg-Gemeinden u. Groß Walsertal

Die Erhaltung der Burgruine Blumenegg ist für die Burgfreunde oberstes Gebot

Ludesch. Das historisch wertvolle Bauobjekt der Ruine Blumenegg, ehemaliger Herrschaftssitz der Walgaugemeinden Ludesch, Bludesch, Thüringen, Thüringerberg, und der Großwalsertaler Gemeinden, ist mehr als gefährdet.
Nicht nur die Fachleute Dr. Andreas Rudigier vom Landesmuseumsverein, Dipl.-Ing. Eva Hody vom Bundesdenkmalamt, der Obmann des Burgenausschusses Mag. Harald Rhomberg sowie Dipl.-Ing. Raimund Rhomberg, der den baugeschichtlichen Werdegang dokumentiert, sind der Ansicht, dass die Ruine absolut erhaltenswürdig ist.
Vereinsgründung
So wollte die ehemalige Besitzerin Mag. Alexandra Wucher nicht mehr tatenlos zusehen, wie ihre Burg immer mehr zerbröckelte, und sie beschloss Maßnahmen zur Rettung zu ergreifen.
Vor vier Jahren wurde daher der Verein “Burgfreunde Blumenegg” mit Obmann Hans Bösch, Vize-Obfrau Alexandra Wucher, Kassier Georg Kessler, Schriftführer Wilfried Ammann und dem Beirat Jürgen Marcabruni, gegründet.
Neuer Besitzer
Mittlerweile haben sich die Besitzverhältnisse geändert. Christian Konzett “Schlossbur” aus Thüringerberg hat die Ruine, die in seiner unmittelbaren Nachbarschaft steht, erworben. Erfreut zeigen sich die “Burgfreunde Blumenegg” über die Mitgliedschaft des neuen Besitzers. Der Verein, der sich ehrenamtlich und mit viel Engagement für die Erhaltung der Ruine einsetzt, hofft auf die ideelle Unterstützung der Bevölkerung und der Gemeinden. “Es ist allerhöchste Zeit, sich um die Ruine zu kümmern”, sind sich die Vereinsmitglieder einig. Wie die Fachleute bestätigen, hat sich der Verfall in den vergangenen Jahren zusätzlich beschleunigt.
Im vergangenen Herbst konnte die erste Bauetappe mit der Sanierung des Palas beginnen. Der Verein kämpft jedoch mit der Finanzierung der Restaurierungsarbeiten. Eine Kostenschätzung der Baufirma Wilhelm und Mayer über € 40 000,– pro Bauetappe ist vorhanden. Um den Verfall an den gefährdetsten Stellen zu stoppen, sind aber mindestens 15 Bauetappen erforderlich.
Die Blumenegger Bürgermeister stehen der Erhaltung der Ruine grundsätzlich positiv gegenüber.
Allerdings wünschen sie gemeinsam mit den Bürgermeistern der Walsergemeinden, ein Nutzungs- und Sanierungskonzept. Dies wird derzeit erstellt, wobei die geplanten Eigeninitiativen, angeführt werden. Vorgesehen sind unter anderem ein Kinderspieltag mit tollen Aktivitäten, Ritterspielen, Schnuppermöglichkeiten bei Vereinen, Tag der offenen Tür, mit informativem Rundgang, Wanderausstellung, Zeichen- Wettbewerb der Schulkinder, Sagen- Schreiben, historische Führungen für Vereine, und die Sanierung der Wege zur Burg.

VereinsFacts.

1265 Ersterwähnung der Burg
1804 Herrschaft Blumenegg geht an Österreich
3-mal brannte die Burg

Warum unterstützen sie die Initiative im Verein “Burgfreunde Blumenegg”?

Vor Jahren machte ich die Bekanntschaft mit der Ruine Blumenegg, der Namensgeberin der Region am Eingang zum Großen Walsertal. Das Schicksal der Ruine Jordan in Bludesch vor Augen, war Anlass, mich für die Sanierung der bedeutenden Kulturstätte Blumenegg einzusetzen, und den Zerfall zumindest anzuhalten.
Hans Bösch, Obmann

Die Ruine Blumenegg ist Zeitzeugin der Blumenegger Geschichte, unserer Herkunft und Kultur. Ich sehe es als Verantwortung unserer Region, vorhandene Quellen unserer Geschichte für unsere Nachkommen zu schützen, zu bewahren und der Öffentlichkeit gegenüber sichtbar zu machen.
Mag. Alexandra Wucher, Vize-Obfrau

Burgen und Ruinen wecken besonders bei Kindern viel Interesse und Fantasien. Mir ist es daher wichtig, dass diese Ruine auch weiterhin für uns und für die nächste Generation als Denkmal erhalten bleibt. Die Ruine soll künftig zu Spaziergängen und Beschäftigung mit der Geschichte der Region Blumenegg anregen und zu einem Treffpunkt für jung und alt werden.
Georg Kessler, Kassier

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