Werkraum Andelsbuch ausgezeichnet - Ausstellung zum Bauherrenpreis in Wien

Siegerprojekte des österreichweiten Wettbewerbs in einer Schau im Wiener Ringturm.
Siegerprojekte des österreichweiten Wettbewerbs in einer Schau im Wiener Ringturm. ©VOL.AT/Roland Paulitsch
Andelsbuch, Wien. Respekt vor Natur und Umgebung sowie Gemeinschaftsgefühl und das respektvolle Miteinander - das eint die Siegerprojekte des Bauherrenpreises 2014, die ab Montag in einer Ausstellung im Wiener Ringturm präsentiert werden. In Vorarlberg wurde der Werkraum Bregenzerwald ausgezeichnet.

“Die Ausstellung gewährt einen Einblick in die Geschichte und Qualität dieser Bauprojekte”, meinte der Kurator Adolph Stiller bei der heutigen Presseführung.

“Wenn der Bauherr dahinter steht”

Die jüngste Ausgabe des seit 1967 vergebenen Bauherrenpreises der Zentralvereinigung der Architekten wurde am vergangenen Freitag verliehen und soll der “Qualitätsarchitektur Unterstützung geben und ihre Nachhaltigkeit sichern”, wie Stiller hervorhob. Die Zusammenarbeit zwischen Bauherr und Architekt betonte er besonders: “Gute Architektur kann nur entstehen, wenn ein Bauherr dahinter steht und im Dialog auch das Projekt mit weiterentwickelt und auch ein Reibebaum oder Partner des Architekten ist.”

Werkraum Bregenzerwald ausgezeichnet

All das mache die sieben Siegerprojekte auch aus. In Vorarlberg wurde die innovative Umsetzung der Ausstellungs- und Versammlungshalle Werkraum Bregenzerwald in Andelsbuch ausgezeichnet. Zu den Beiträgen aus Wien zählen ein interkultureller Wiener Wohnpark sowie das soziale Gastro- und Wohnprojekt VinziRast-mittendrin, bei dem sich Studenten mit ehemaligen Obdachlosen Wohngemeinschaften teilen. In den restlichen Bundesländern erhielten der Umbau eines Halleiner Franziskanerschwestern-Klosters, die gemeindefreundliche Integrierung des Kulturzentrums Ischgl und die Schatzkammer Gurk für ihre Einbettung in den denkmalgeschützten Dom und das in die Natur eingebettete Bürogebäude OFF im Burgenland eine Auszeichnung.

Was sich in der “Provinz” so alles tut…

Auch Juror Otto Kapfinger, der in dieser Rolle bereits zum dritten Mal fungiert, lobte die über 100 eingesendeten Beiträge und sprach sich vor allem für die Leistungen kleinerer Gemeinden Österreichs aus. Es sei “faszinierend, was sich in der sogenannten ‘Provinz’ alles tut”, so Kapfinger, der mit den anderen Mitgliedern der Jury seit dem vergangenen Sommer durch Österreich tourte, um die infrage kommenden Bauten zu begutachten.

Die Preisträger der undotierten Auszeichnung werden mit allen nominierten Projekten bereits zum vierten Mal im Rahmen von “Architektur im Ringturm” präsentiert. Im Rahmen eines intensiven Auswahlverfahrens wurden aus den heuer insgesamt 110 Einreichungen zunächst in den Bundesländern 27 Projekte ausgewählt, die dann von der Jury (neben Kapfinger auch Architekt Zvonko Turkali aus Frankfurt am Main und die Wiener Architektin Marta Schreieck) geprüft wurden – sieben davon wurden schließlich mit dem Bauherrenpreis 2014 prämiert. Die Auszeichnung soll dazu dienen, den heimischen Bauherren den Rücken zu stärken, so Stiller.

Die bis 16. Jänner 2015 laufende Schau wird von einem Katalog begleitet und von mehreren Veranstaltungen mit Juroren, Architekten und Bauherren umrahmt.

(APA)

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