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Werke der US-Amerikaner Guyton und Walker im Kunsthaus Bregenz

KUB mit Wade Guyton.
KUB mit Wade Guyton. ©VOL.AT/Paulitsch
Mit einzeln und gemeinsam erarbeiteten Werken der Künstler Wade Guyton und Kelley Walker wartet das Kunsthaus Bregenz (KUB) in seiner neuen Ausstellung (27. April bis 30. Juni) auf.

Die Konstellation – die gleichzeitige Präsentation von Arbeiten der zwei US-Amerikaner als Einzelkünstler und als seit 2004 bestehendes Duo Guyton/Walker – ist dabei einzigartig. Bisher hatten Guyton und Walker Wert auf eine strikte Trennung zwischen ihren Einzelkarrieren und ihren Auftritten als Duo gelegt. “Wir hatten selten eine Ausstellung, die im positiven Sinne so bunt ist wie diese”, freute sich KUB-Direktor Yilmaz Dziewior am Donnerstag bei der Presseführung.

“Brandneu”

Das Kunsthaus Bregenz mit seinen drei Etagen habe eine außergewöhnliche Gelegenheit zur Zusammenführung geboten, erklärte Guyton. Er betonte aber auch die eigene Identität von Guyton/Walker, die unter anderem dadurch zum Ausdruck kommt, dass sie von einer anderen Galerie als die Einzelkünstler vertreten wird.

Im KUB sind drei parallele Einzelausstellungen zu sehen. Darin enthalten sind sowohl einige der bekannten X- und Streifenbilder von Guyton als auch die Ziegelsteingemälde und Rorschacharbeiten von Walker. Daneben werden auch eigens für die KUB-Ausstellung angefertigte Arbeiten sowohl der Einzelkünstler als auch des Duos gezeigt – alle im KUB ausgestellten Werke von Guyton/Walker seien “brandneu”, versicherte Guyton. Eine strikte räumliche Trennung zwischen den drei Künstlerpersönlichkeiten gibt es nicht. Gerade dieses Zusammenspiel stelle Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede der einzelnen Positionen heraus, sagte Dziewior.

Unterschiedliche Herangehensweisen

Die seit 20 Jahren befreundeten Guyton (Jahrgang 1972) und Walker (Jahrgang 1969) bauen ihre Werke auf schon bestehende Zeichen und Bilder auf. In Form von Tintenstrahl- oder Siebdrucken übertragen sie diese auf Leinwände oder Holztafeln oder überführen sie in Skulpturen und Installationen.

Das Duo Guyton/Walker arbeitet mitunter ebenfalls mit Motiven aus der Hoch- und Populärkultur, entwickelt aber häufig Bilder und Objekte, die den Eindruck des Provisorischen und Unfertigen vermitteln. Unkonventionelle Bildträger wie Konservendosen oder Matratzen – von denen im KUB 29 ausgestellt werden – sind keine Seltenheit. “Es geht bei Guyton sehr stark um Produktionsprozesse”, erklärte Dziewior, und auch bei Walker spiele die Frage der Technik eine große Rolle.

In der KUB-Arena im Erdgeschoß präsentiert die European Kunsthalle unter dem Titel “In Bewegung” Arbeiten von mehreren Kunstschaffenden, an der Ausstellungsarchitektur sind die Wienerinnen Dorit Margreiter und Lina Streeruwitz beteiligt. Die European Kunsthalle hat keine eigenen Räumlichkeiten und existiert jeweils dort, wo ihre Projekte stattfinden. Gerade dieser Aspekt des Erscheinens und Verschwindens vom temporären künstlerischen Räumen steht im Zentrum der Schau in der KUB-Arena.

(APA)

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