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Wenn Staatsmänner weinen

In seiner bisher fast vierjährigen ersten Amtszeit hatte Obama noch keine öffentlichen Tränen vergossen - bis zu dieser emotionalen Rede.
In seiner bisher fast vierjährigen ersten Amtszeit hatte Obama noch keine öffentlichen Tränen vergossen - bis zu dieser emotionalen Rede. ©barackobama.com
US-Präsident Barack Obama kamen die Tränen: Nach einem anstrengenden Kampf ums Weiße Haus verabschiedete sich der wiedergewählte mächtigste Mann der Welt weinend von seinen Wahlkampfhelfern.

Auch andere Politiker haben schon Gefühle gezeigt:

Wladimir Putin

Der russische Präsident zeigt sich gern in martialischen Posen als harter Haudegen – mal als Taucher oder Tigerschützer, mal als Karatekämpfer oder Rettungsflieger. Umso erstaunter reagierten russische Fernsehzuschauer, als im März 2012 auf Putins Gesicht während der Siegesfeiern nach der Präsidentenwahl eine Träne zu sehen war. “Ja, das war eine echte Träne”, beteuerte Putin in der Zeitung “Komsomolskaja Prawda”. Der Grund sei allerdings der kalte Wind im Moskauer Stadtzentrum gewesen.

Hillary Clinton

Amerikas frühere First-Lady – und spätere Außenministerin – trat 2008 im Vorwahlkampf der Demokraten gegen Obama an. Nach Niederlagen in mehreren Bundesstaaten zeigte sie auf einer Veranstaltung in New Hampshire Emotionen und schluchzte vor laufenden Kameras: “Dies ist sehr persönlich für mich.” Diese Vorwahlen gewann Clinton. Die Londoner “Sunday Times” kommentierte: “Ob sie nun für sich selbst oder für die USA geheult hat, bei den Wählern kam es an.”

Gerhard Schröder

Der Niedersachse weinte 2005 in seinen letzten Amtswochen als deutscher Bundeskanzler gleich zwei Mal öffentlich. In Hannover verkündete er, dass er der neuen Regierung definitiv nicht angehören werde und musste sich flugs die Brille aufsetzen, “damit man im Fernsehen nicht alles sieht”. Kurz danach wurde er mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet. Der Trompeter spielte Frank Sinatras “My Way” – und rührte Schröder zu Tränen. Auch sein Amtsvorgänger Helmut Kohl (CDU) musste 1998 beim Zapfenstreich weinen, wobei der “Kanzler der Einheit” ohnehin als nahe am Wasser gebaut gilt.

Egon Bahr

Die Bilder von den Tränen des deutschen SPD-Politiker 1974 beim Rücktritt von Bundeskanzler Willy Brandt gingen um die Welt. Erschüttert hält sich der weinende Bahr die Hände vors Gesicht. Später stellt der Politiker klar: Es waren keine Tränen der Trauer, sondern Tränen der Wut. Bahr: “(SPD-Fraktionschef Herbert) Wehner schwenkte einen Rosenstrauß und schrie in die Fraktion: Wir alle lieben ihn. Und das Wort Liebe aus diesem Anlass, aus diesem Mund, das war zu viel.”

Barack Obama

Der lange Wahlkampf hat auch emotional bei Barack Obama seine Spuren hinterlassen: Der sonst als eher kühl bekannte US-Präsident hat sich in Chicago unter Tränen von seinen Wahlkampfhelfern verabschiedet, wie der US-Fernsehsender ABC auf seiner Internetseite berichtete.

ABC zeigte ein Video vom Morgen nach der Wahl, auf dem der alte und neue Präsident den Mitarbeitern in seiner Wahlkampfzentrale Dank ausspricht. “Was Ihr erreicht habt, wird in die Annalen der Geschichte eingehen”, rief Obama, während ihm Tränen über die Wangen liefen. In seiner bisher fast vierjährigen ersten Amtszeit hatte er zuvor noch keine öffentlichen Tränen vergossen, auch nicht bei seiner fulminanten Siegesrede in der Nacht auf Mittwoch. “Ich bin richtig stolz auf euch.”

(APA; Redaktion)

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