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Wenn falsche Enkel Geld verlangen

Edi Ortner vom Höchster Seniorenrat mit Herbert Humpeler und Harald Longhi von der Polizei
Edi Ortner vom Höchster Seniorenrat mit Herbert Humpeler und Harald Longhi von der Polizei ©A. J. Kopf
Mit fiesen Tricks wird derzeit wieder versucht, besonders älteren Menschen im Land Geld aus der Tasche zu ziehen. Darüber berichtete Herbert Humpeler vom kriminalpolizeilichen Beratungsdienst vor Senioren in Höchst. Ein Vorarlberger Opfer verlor kürzlich 167.

000 Euro an Betrüger, die sich am Telefon gemeldet hatten.

 

Eingeladen hatte der Seniorenrat der Gemeinde mit Obmann Edi Ortner. Die Beratung durch Fachleute – in einem zweiten Teil ging es um Computerkriminalität – dient der Vorbeugung. Aktuell sind wieder Bettlerbanden im Land unterwegs, besonders viel Geld verlieren aber leichtgläubige Menschen durch vermeintliche Verwandte. Üble Betrüger rufen an und täuschen vor, verwandt zu sein. Dann wird mit abenteuerlichen Märchen versucht, dem „Opa“ oder der „Tante“ möglichst viel Geld abzuknöpfen. Herbert Humpeler: „Kürzlich hat ein Vorarlberger auf diese Weise 167.000 Euro an wildfremde Menschen übergeben.“

Anrufer aus dem Ausland suchen im Telefonbuch gezielt nach Personen mit Vornamen, die früher verbreitet gewesen sind. Durch geschicktes Fragen täuschen sie vor ein Verwandter zu sein. „Ja was, kennst du deinen Lieblingsenkel (oder Neffen) denn nicht mehr?“ Kaum nennt das Opfer einen Namen, folgt irgendeine Märchengeschichte über einen Notfall, Opa oder Tante sollen deshalb doch bitte Geld vorstrecken. Weil der „Enkel“ angeblich nach einem Unfall in Italien festsitzt, schickt er einen guten Freund zur Geldübergabe. Und: Es eilt! Denn das Opfer soll keine Zeit haben, darüber nachzudenken, ob es diesen Enkel oder Neffen tatsächlich gibt.

Kein Ratespiel am Telefon

Herbert Humpeler rät deshalb den Zuhörerinnen und Zuhörern in der „Alten Schule“ in Höchst: „Lassen Sie sich nicht auf Ratespiele am Telefon ein. Wenn ein Anrufer nicht sofort mit seinem Namen herausrückt, gleich auflegen!“ Zusätzlich ist wichtig, die Polizei möglichst rasch über solche Anrufe zu informieren. Dann können die Banken vorgewarnt werden. Informierte Bankmitarbeiter sprechen dann Kunden gezielt an, die rasch viele tausend Euro vom Sparbuch abheben möchten, die Polizei kann eingreifen.

Bettler und „Studenten“

Herbert Humpeler warnt auch vor Bettlern, die oft organisierten Banden angehören. Das gilt ebenso für angebliche Studenten, die behaupten, sich ihr Studium mit dem Verkauf von Bildern usw. finanzieren müssen. „Die sind nicht echt. Und wer sie gar ins Haus lässt, muss damit rechnen, dass nur ausspioniert wird, ob für einen nächtlichen Einbruch etwas zu holen wäre.“ Und viele der angeblich schwer kranken Bettler vor Einkaufszentren im Land geben überraschend schnell und putzmunter Fersengeld, wenn ihnen Herbert Humpeler seine Dienstmarke vorzeigt.

Hintertüren sichern

Gegen Einbruchsversuche helfen besonders Türen und Fenster mit guten Beschlägen und Schließanlagen. Nicht nur die Haustüre soll stabil sein, sondern besonders die Türe zum Garten oder in den Keller. Gekippte Fenster sind kinderleicht von außen zu öffnen, warnt der Fachmann. Leider werden nach wie vor meist einfache Fensterbeschläge eingebaut, weiß Herbert Humpeler. Wer neu baut oder Fenster austauscht, sollte auf Beschläge mit Pilz-Zapfen bestehen. Sie erschweren Einbrechern das üble Handwerk erheblich und kosten wenige Euro mehr. Auch sperrbare Fenstergriffe verzögern ein Eindringen, das sonst nur wenige Minuten dauert.

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