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Wenn die Wut vor nichts Halt macht

Schwarzach - Vorarlberg hat ein massives Problem mit den steigenden Vandalismusdelikten, das ist aus den Kriminalstatistiken hinlänglich bekannt. Vandalen gefährden mit ihrer Zerstörungswut zunehmend Menschenleben.

„Ich finde es schlimm, dass viele Eltern ihren Kindern nicht beibringen, wie wichtig es ist, vor allen Lebewesen Achtung und Respekt zu haben“, macht sich Renate Burda aus Hard Gedanken. Durch mutwillige Zerstörungswut wurde der Stall ihrer drei

Eselstuten Carmen, Bruni und Blässle bereits mehrfach beschädigt. „Meine drei Esel wurden herumgejagt, erschreckt, Flaschen wurden in den Stall geworfen, wodurch sich die Tiere verletzten“, schildert die Tierbesitzerin sichtlich erschüttert den „VN“.

Vorarlberg hat ein massives Problem mit den steigenden Vandalismusdelikten, das ist aus den Kriminalstatistiken hinlänglich bekannt. Um 30 Prozent innerhalb eines Jahres sind die Straftaten gestiegen. Schwerpunktaktionen haben bisher wenig gebracht. Mit der Zerstörungswut „normalen“ Ausmaßes schlägt sich die Polizei bereits länger herum, was jedoch immer mehr Sorgen macht, ist die rücksichtslose Art der Täter, die vor nichts mehr zurückschrecken – weder vor der Gesundheit von Menschen, noch vor der von Tieren.

Kanaldeckel entfernt

In den letzten Wochen gab es gehäuft Vandalenakte, die in lebensgefährliche Aktionen ausarteten. Entfernte Kanaldeckel, ein beschädigter Weidezaun aus dem eine Kuhherde ausbrach, woraufhin schließlich eine Autolenkerin mit der Herde kollidierte oder ein auf die Gleise geworfenes Fahrrad in Nüziders sind drei der schlimmsten Beispiele.

„In der Nacht auf den 27. Oktober entfernten unbekannte 18 Kanaldeckel in der Rankweiler Ringstraße, das sehen wir nicht mehr als bösen Scherz an, sondern als lebensgefährliche Straftat, die eine Gerichtsanzeige wegen Gemeingefährdung zur Folge hat“, so ein Beamter der Rankweiler Dienststelle. Es hätte nur ein Mopedfahrer die offenen Kanaldeckel übersehen müssen und ein schwerer Unfall wäre passiert. Der oder die Täter konnten bisher nicht ermittelt werden. Die Polizei geht davon aus, dass Jugendliche dahinterstecken. Oft sei der Grund einfach „Langeweile“, eine Antwort mit der die Polizei immer wieder konfrontiert wird, wenn jugendliche Täter ermittelt werden können.

Kein glimpfliches Ende nahm hingegen Ende Oktober ein Vandalenakt zwischen Krumbach und Langenegg. Zehn Kühe waren auf die Straße gelaufen, nachdem offenbar mutwillig der Weidezaun beschädigt worden war. „Wir haben Schnittspuren am Zaun festgestellt“, so Edwin Kranzelbinder von der Polizei Hittisau. Eine 45-jährige Lenkerin aus Deutschland streifte beim Ausweichmanöver eines der Tiere. Die Frau wurde bei dem Unfall erheblich verletzt. Eine Kuh musste notgeschlachtet werden. „Leider hat niemand die Täter beobachtet, aber wir hoffen auf einen Hinweis, der auch anonym erfolgen kann“, so Kranzelbinder.

Jugendlicher Übermut ist eine Sache, die Gefährdung von Menschenleben eine ganz andere. „Die Täter müssen sich einfach darüber im Klaren sein, dass es nicht mehr nur um Sachbeschädigung geht, wenn Menschen verletzt werden, daraus kann schnell ein Verfahren wegen Körperverletzung oder noch schlimmer werden“, warnt der Hittisauer Polizist.

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