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Weltrotkreuztag am 8. Mai: Helfer in Krisengebieten sind oft Opfer von Angriffen

Gaza, Juli 2014: Mitarbeiter und Freiwillige des Palästinensischen Roten Halbmond leisten medizinische Versorgung und evakuieren die Verwundeten in Chan Yunis-Stadt, im südlichen Teil des Gazastreifens.
Gaza, Juli 2014: Mitarbeiter und Freiwillige des Palästinensischen Roten Halbmond leisten medizinische Versorgung und evakuieren die Verwundeten in Chan Yunis-Stadt, im südlichen Teil des Gazastreifens. ©Österr. Rotes Kreuz
In diesem Jahr will das Österreichische Rote Kreuz an die vielen Helfer erinnern, die weltweit in Krisengebieten im humanitären Einsatz ihr Leben verloren haben.

„Normalerweise feiern wir diesen Tag, weil es der Geburtstag unseres Gründers Henry Dunant ist“, sagt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. „In den vergangenen Monaten kamen allerdings viele Rotkreuz- und Rothalbmondhelfer im Einsatz ums Leben, sodass uns nicht zum Feiern zumute ist. Wir wollen inne halten und an diese Kollegen denken.“

Am gefährlichsten ist es derzeit in Syrien: Seit Beginn des Konflikts 2011 haben 50 Mitarbeiter ihr Leben verloren. Alle waren deutlich mit dem Roten Halbmond gekennzeichnet, der sie – nach dem humanitären Völkerrecht – vor Attacken schützen sollte.

Rotkreuz-Mitarbeiter sind neutral und unterstützen alle Bedürftige unabhängig von ethnischer Herkunft oder politischer Überzeugung. Sie und alle Einrichtungen, die mit dem Roten Kreuz oder dem Roten Halbmond gekennzeichnet sind, sind im Krieg durch die 1. Genfer Konvention geschützt.

„Es ist eine Schande, dass manche bewaffnete Gruppen die internationalen Schutzzeichen nicht respektieren. Unsere Kollegen in den Krisengebieten arbeiten unermüdlich, um den Menschen in Not zu helfen. Es darf nicht sein, dass sie wegen dieser Arbeit angegriffen werden“, so Schöpfer.

Heuer wurden im Jemen Anfang April zwei Rothalbmond-Helfer erschossen, während sie in der umkämpften Stadt Aden Verwundete evakuiert haben. Im Jahr 2014 wurden mehrere Rotkreuz-Mitarbeiter bei Konflikten in der Zentralafrikanischen Republik, in Gaza, im Sudan, in der Ukraine und in Syrien verletzt und getötet. Den Schutz der Helfer sicherzustellen wird immer schwieriger, weil die aktuellen Krisen vielschichtig sind, es zahlreiche Akteure gibt und vielerorts ein mangelnder Respekt für die internationalen humanitären Gesetze herrscht.

 

Quelle: Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Vorarlberg/Ulrike Breuss 

 

 

 

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