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Weltmeisterschaft der sieben Weltwunder

Portugal - Der Eiffelturm, Indiens Taj Mahal oder vielleicht doch noch Bayerns Kitschschloss Neuschwanstein? Am Samstag werden die neuen sieben Weltwunder in Lissabon präsentiert.  | Abstimmen

Von den antiken sieben Weltwundern existieren heute nur noch die Pyramiden von Gizeh. Das war für den Schweizer Filmemacher und Museumskurator Bernard Weber Grund genug, anno 2001 eine weltweite Internet-Wahl ins Leben zu rufen.

Kommenden Samstag wird das Ergebnis dieser Internet-Kampagne, an der sich mittlerweile 70 Millionen (!) Menschen beteiligt haben, in Lissabon bei einer großen Galashow verkündet.

Am Anfang standen 200 Monumente und Gebäude aus aller Welt zur Wahl, aus denen per Online-Abstimmung zunächst 77 Favoriten gefiltert wurden. Eine Architektenjury schälte die 21 Finalisten heraus.

Bis zuletzt wird noch aus allen Erdteilen am Weltwunder gebaut. Mexiko kleisterte mit Plakaten seiner Ruinen von Chichen Itza die Busse von London und Rom zu, Jordaniens schöne Königin Rania feierte ganz majestätisch die Finalnominierung der Stadt Petra. In Indien dröhnte wochenlang eine Ode ans Taj-Mahal-Mausoleum aus den Radios. Und jetzt mischt sich sogar Bayerns Edmund Stoiber ein, der nicht akzeptieren will, dass die Kitschburg von König Ludwig II. sich nicht einmal ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Oasen-Stadt Timbuktu liefert. Daher trägt der Politiker jetzt auch ganz weltmännisch einen Weltwunder-für-Deutschland-Anstecker am Revers. Die Deutschen halten es wie beim Kicken: „Fußball: 22 Spieler und ein Ball und am Ende gewinnen immer die Deutschen.“

Aber man wird sehen, denn schließlich konkurrieren so einprägsame Bauten wie die Oper von Sydney, die Hagia Sophia oder die Statuen auf den Osterinseln um den Titel „Weltwunder“. Aus Österreich wurde kein Bauwerk nominiert. Favorisiert werden neben der Freiheitsstatue und dem Taj Mahal der Pariser Eiffelturm, die chinesische Mauer und das britische Stonehenge.

Am Samstag ist die Welt um sieben Wunder reicher. Am Staunen wird weiter festgehalten: Weber hält schon wieder Ausschau: nach den sieben Naturwundern.

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