Welt-Schlaganfalltag: Die "Stroke Unit" des LKH Feldkirch

©VOL.AT/Rauch, KHBG
Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in den westlichen Industrienationen. In Vorarlberg werden rund 60 Prozent in der Schlaganfall-Einheit am LKH Feldkirch behandelt, auch mit neuen Behandlungsmethoden. 
Die Kathederabteilung der "Stroke Unit" am LKH Feldkirch

Jährlich erleiden etwa 24.000 Österreicher, davon rund 1.000 Vorarlberger einen Schlaganfall. Bei der Behandlung gilt dabei “Time is brain – Zeit ist Hirn”, die schwersten Fälle werden in der speziell geschaffenen “Stroke Unit” des LKH Feldkirch versorgt. Die Entscheidung, welche Patienten an die Stroke Unit gebracht werden und welche nicht, fällt entweder bereits durch die Notärzte am Ort des Auftretens des Schlaganfalls oder in den Notfallaufnahmen der Krankenhäuser.

Meist reichen Medikamente

Ein Schlaganfall entsteht meist durch ein Blutgerinnsel im Gehirn. Dieses verstopft eines oder mehrere Blutgefäße und verursacht so einen Sauerstoffmangel, welcher zum Hirninfarkt führt. Eine rasch einsetzende Behandlung kann das Ausmaß des Schadens am Gehirngewebe verringern. Meist reicht eine Infusionstherapie, bei der das Gerinnsel durch Medikamente aufgelöst wird. Bei jedem zehnten Schlaganfall muss die Verstopfung jedoch über Katheder entfernt werden, da das Gerinnsel zu groß ist.

Jeder zehnte Schlaganfall verlangt nach Eingriff

Bei der sogenannten Thrombektomie wird ein Katheder über die Leiste eingeführt und das Gerinnsel mit einem Stent, einem kleinen Metallgitter, herausgezogen oder abgesaugt. Seit zwei Jahren steht Schlaganfall-Patienten in Vorarlberg diese neue Behandlungsmethode zur Verfügung, insgesamt werden jährlich 40-50 Patienten mittels dieser Methode erfolgreich behandelt.

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