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Welle der Gewalt im Irak hält an

Die anhaltende Welle der Gewalt im Irak hat am Donnerstagmorgen allein in der Hauptstadt Bagdad wieder sieben Menschen in den Tod gerissen.

Die Opfer wurden entweder aus fahrenden Autos heraus oder auf offener Straße erschossen, beziehungsweise bei der Detonation von Sprengsätzen getötet. In einem Fall galt die Bombe einer Polizeipatrouille, sie verfehlte jedoch ihr Ziel.

Die seit Februar sprunghaft angestiegene Zahl der Morde an Zivilisten hat zu katastrophalen Zuständen in den Leichenschauhäusern geführt. Aus dem Gesundheitsministeriums wurde verlautet, im Zentrum für Gerichtsmedizin in Bagdad sei die Kapazität zwar aufgestockt worden, der Platz reiche jedoch trotzdem nicht aus. Ein Teil der Toten müsse außerhalb aufgebahrt werden, was einen schrecklichen Verwesungsgeruch verursache.

Viele der Mordopfer blieben bis zu zwei Wochen im Leichenschauhaus, um die Identifizierung zu ermöglichen. Seit Jahresbeginn hätten die irakischen Gerichtsmediziner mehr als 8000 Leichen von Mordopfern in Empfang genommen. In vielen Fällen sei die Identität nie geklärt worden.

Seitdem Extremisten im Februar die Goldene Moschee von Samarra, eines der wichtigsten Heiligtümer der Schiiten, zerstört hatten, kommt es häufig vor, dass Sunniten und Schiiten nur auf Grund ihrer Zugehörigkeit zu der jeweils anderen Gruppe ermordet werden. US- Botschafter Zalmay Khalilzad beschuldigte die konfessionellen Milizen, schon mehr Menschen umgebracht zu haben als die Aufständischen.

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