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Weitere Ermittlungen im Mordfall

Im Fall des in Frankfurt entführten und ermordeten Bankierssohns Jakob von Metzler ermittelt die deutsche Polizei weiter mit Hochdruck.

In der Nacht zum Mittwoch ging die Spurensicherung am Leichenfundort, einem Waldsee in der Nähe des osthessischen Schlüchtern, unter Flutlicht weiter. Mehrere Hundertschaften der Polizei arbeiteten die ganze Nacht. Zu den Ergebnissen der Suche nach Beweismaterial machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

Nach ersten Ergebnissen der Obduktion ist der Junge entweder erwürgt worden oder ertrunken. Am Hals des Jungen seien Würgemale zu erkennen, sagte Oberstaatsanwalt Rainer Schilling am Abend in der ARD. Ein genaues Obduktionsergebnis soll erst am Mittwoch vorliegen.

Auch die Vernehmungen des 27 Jahre alten Hauptverdächtigen Magnus G. werden weitergeführt, um Licht in eines der grausamsten Verbrechen zu bringen, das in Frankfurt jemals verübt wurde. Der Jus-Student hatte die Polizei mit seinen Aussagen nach einigen Verwirrspielen an den Leichenfundort geführt und wurde am Dienstag in Untersuchungshaft genommen. Er steht unter dem dringenden Verdacht des erpresserischen Menschenraubs und Mordes. Nach einem Fernsehbericht war er dem Ermordeten bekannt gewesen, weil er ihm Nachhilfestunden gegeben hatte.

Die Polizei hält den Mann für den Alleintäter, der Jakob bereits am vergangenen Freitag in Frankfurt-Sachsenhausen entführt und noch am selben Tag ermordet hat. Von der Familie Metzler habe er eine Million Euro erpresst, als Jakob bereits tot war. Nach Zeitungsberichten wurde der Student festgenommen, als er sich am Montag ein Flugticket auf die Malediven kaufen wollte. Vor dem Haftrichter äußerte sich der Mann am Abend nicht zu den Vorwürfen.

Der Tag nach der Todesnachricht wird zudem ein Tag der Trauer in Frankfurt. Bereits kurz nach Bekanntwerden der Bluttat legten Bürger Blumen am Privathaus der Familie von Metzler ab. Die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth und der hessische Ministerpräsident Roland Koch kondolierten der in Frankfurt sozial engagierten Familie.

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