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Weiter Unklarheit über Aufenthalt der entführten Österreicher

Über den aktuellen Aufenthaltsort der in beiden in Tunesien entführten österreichischen Touristen Wolfgang Ebner und Andrea Kloiber herrscht nach wie vor Unklarheit.

Nachdem sich die Terrororganisation “Al Kaida im Maghreb” zu der Entführung bekannt hat, sind die algerischen Sicherheitskräfte einem Pressebericht zufolge in der noröstlichen Grenzregion zu Tunesien verstärkt worden. Wie die algerische Zeitung “Liberte” am Mittwoch auf ihrer Internetausgabe berichtete, wurden die Provinzen Tebessa, El-Oued, Batna, Khenchela, Biskra, Ouargla und Ghardaia unter erhöhte Überwachung gestellt.

Die algerischen Geheimdienste sind dem Bericht zufolge bemüht, die beiden Entführten gesund aufzufinden und aus den Händen der Geiselnehmer zu retten. Ein Sprecher eines Flügels der Al-Kaida im Maghreb hatte erklärt, die Österreicher seien am 22. Februar auf tunesischem Territorium entführt worden. Laut den von “Liberte” zitierten Quellen sollen sich die Touristen zum Zeitpunkt ihrer Entführung in Matmata im Südosten Tunesiens aufgehalten haben, Von dort seien sie auf algerisches Gebiet verschleppt worden. Die Jahrhunderte alten Wohnhöhlen von Matmata und den umliegenden Orten sind eine beliebte Touristenattraktion und dienten unter anderem auch als Kulisse für die Dreharbeiten zur ersten “Star Wars”-Trilogie.

Nach den algerischen Quellen sollen sich die Entführer und ihre Opfer jetzt entweder bereits in Mali oder im östlichen Grenzgebiet Algeriens zu Libyen im Bereich der Provinzen Ouargla und Illizi aufhalten. Beobachter gingen jedenfalls davon aus, dass sie sich sicher nicht mehr im algerisch-tunesischen Grenzgebiet befinden. Algerische Sondereinheiten gehen davon aus, das eine Rebellengruppe mit Namen Bir El-Ater in die Entführung verwickelt ist. Durch den Einsatz in diesem Gebiet hofften die Behörden auf Erkenntnisse über die Entführer und den Aufenthalt der Geiseln.

Von Seiten der algerischen Botschaft bekräftigte man gegenüber der APA dagegen entsprechende Erklärungen vom Vortag, wonach sich die Entführten Österreicher nach derzeitigen Erkenntnissen mit Sicherheit nicht auf algerischem Boden befänden. Ein Sprecher der Botschaft bestätigte umfangreiche Suchmaßnahmen der algerischen Sicherheitskräfte, fügte aber an, diese bezögen sich nicht auf konkrete Hinweise über den Aufenthalt der Entführer und ihrer Geiseln.

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