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Weißes Haus weist Angriffspläne zurück

Das Weiße Haus in Washington hat einen Bericht über angebliche Pläne von US-Präsident Bush für ein Bombardement des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera zurückgewiesen.

Kommunikationschefin Wallace bezeichnete einen entsprechenden Bericht der britischen Tageszeitung „Daily Mirror“ vom Dienstag als „kurios“.

„Es ist kurios sich vorzustellen, dass der US-Präsident, der sich überall in der Welt an führender Stelle für die Pressefreiheit einsetzt, jemals ernsthafte Gedanken über so etwas haben könnte“, sagte Wallace. US-Präsidentensprecher McClellan sagte, er wolle auf etwas „so Ausgefallenes und Unvorstellbares“ nicht näher eingehen.

Der „Daily Mirror“ hatte eine mehrseitige Niederschrift eines Gesprächs zwischen Bush und dem britischen Premierminister Blair veröffentlicht, in dem sich Bush demnach im April 2004 für ein Bombardement des Al-Jazeera-Sitzes in Doha aussprach. Blair wandte sich dem Dokument zufolge gegen einen solchen Angriff und versuchte, Bush von dem Plan abzubringen. Ein Sprecher der britischen Regierung hatte den Bericht mit Verweis auf die Vertraulichkeit des Dokuments am Dienstag nicht kommentieren wollen.

Der in Katar ansässige Sender Al Jazeera hatte seit dem Irak-Krieg 2003 immer wieder den Unmut der US-Regierung auf sich gezogen. Der Sender berichtete kritisch über den US-Krieg im Irak und strahlte mehrfach Video-Botschaften von Al-Kaida-Führern wie Osama bin Laden aus. Washington unterstellt dem Sender unter anderem, ein Sprachrohr von Terroristen zu sein. Während des Afghanistan-Kriegs 2001 wurde das Al-Jazeera-Büro in Kabul bei einem US-Angriff getroffen.

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