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Weinbaurenaissance in Bludesch

Winzerin Lotte Getsch mit ihrer „Zweigelt“-Traube.
Winzerin Lotte Getsch mit ihrer „Zweigelt“-Traube. ©Hronek
Weinernte Bludesch

Für die Winzerfamilie Lotte und Johann Getsch ist jede Traube ein wahres Geschenk.

(amp) Peter und Rosi Windisch haben den Weinbau in Bludesch wieder heimisch gemacht, nachdem dieser nach dem Arlbergbahnbau nahezu ein Jahrhundert lang brach gelegen war. Ihre Bemühungen, die Bludescher Sonnenhänge in der „Rungelina“ wieder als Weingärten („Wingert“) zu bebauen und professionellen Weinbau zu betreiben, blieben unbelohnt. Johann und Lotte Getsch betreiben ihren Weinbau mit 450 Reben seit bald 20 Jahren als Hobby.  „Das reicht für den Eigenbedarf und die eine oder andere Flasche „Bludescher“ wird auch verkauft“ , freuen sich die Winzerleute über die Qualität ihres edlen Tropfens.

 Jede Traube ein Geschenk

Für Lotte und Hans  ist jede Traube ein Geschenk. Entsprechend gepflegt ist das Weingut am „Brock“, auf dem die „Zweigelt“-Traube reichlich gedeiht. Wichtig ist den Bludescher Hobby-Winzern, dass dass der Weinbau möglichst biologisch, also ohne Chemie, betrieben wird.  Aber: „Ganz ohne Spritzmittel funktioniert es einfach nicht“, gibt Getsch ehrlich zu, dass er zur Pilzbekämpfung bei den Rebstöcken und zur Kelterung des gegorenen Saftes mit bedachtem Augenmaß auf handelsübliche Präparate zurückgreift. Dass der „biologische“ Weinbau um ein Vielfaches arbeitsintensiver ist, braucht Getsch nicht eigens zu erklären.

 Ganzjährige Pflege

Die 450 Rebstöcke fordern ganzjährig ihre Pflege. Mitte Oktober ist immer Erntezeit. Mit 87 Öchsle Zuckergehalt erreicht man in diesem Jahr wieder Spitzenqualität. Rund 450 Liter Wein pressen die Winzersleute aus einer durchschnittlichen Ernte. Die Maische braucht eine Intensivpflege. Alle drei bis vier Stunden muss diese bei Tag und zur Nachtzeit während einer ganzen Woche umgerührt werden. Nur so bekommt der „Zweigelt“ seine purpurrote Farbe. Der Gärungsprozess des Traubenmostes selbst dauert dann mindestens bis zum Februar des kommenden Jahres. Dann erst kann die Abfüllung in die Flaschen mit eigener „Getsch-Etikettierung“ erfolgen. Chemisch unbehandelter Wein ist nur ein bis zwei Jahre haltbar. Deshalb ist der Bludescher „Zweigelt“ als Jahreswein besonders mundig.

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