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Wein-Etiketten mit Hitler-Konterfei freigegeben

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Die im September von einem Staatsanwalt in Bozen beschlagnahmten Etiketten von Weinflaschen der Kellerei Lunardelli aus Udine, auf denen Adolf Hitler, Benito Mussolini Heinrich Himmler und Rudolf Hess abgebildet sind, sind dem Friulaner Weinhändler wieder zurückgegeben worden.

Die Strafsektion des Bozner Überwachungsgerichts verfügte die Aufhebung der Beschlagnahme. Damit bekamen Lunardelli und sein Anwalt Vittorio Papa Recht, die 20.000 beschlagnahmten Etiketten und die dazugehörigen Matrizen wurden zurückgegeben, wie die Südtiroler Tageszeitung „Dolomiten“ am Dienstag berichtete. Der Wein dürfte in den nächsten Tagen wieder verkauft werden.

Der Bozner Staatsanwalt Cuno Tarfusser hatte am 19. September die Beschlagnahme der Etiketten wegen „Verherrlichung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ angeordnet. Die Weinflaschen mit dem Hitler-Konterfei sind in ganz in Italien zu erhalten.

Die Richter haben dem Weinhändler bereits zum zweiten Mal in einem ähnlichen Fall recht gegeben: Bereits im Jahr 1995 waren Weinetiketten, die das Konterfei Mussolinis zeigten, in Bozen beschlagnahmt worden – wegen „Verharmlosung des Faschismus“. Der Händler hatte die Richter damals überzeugen können, keinerlei politische Ziele zu verfolgen und der Fall war ad acta gelegt worden.

Lunardelli weist jeglichen Vorwurf der Nostalgie und Verharmlosung von Faschismus und Nationalsozialismus zurück. „Vollkommen unparteiisch“ biete er auch der politisch links orientierten Kundschaft Flaschen mit den Etiketten Marx, Stalin, Lenin oder Che Guevara an. Die inzwischen 50 verschiedenen Etiketten wurden zum – fragwürdigen – Kultobjekt für so manche Sammler. Die „historische“ Kollektion macht inzwischen die Hälfte des Umsatzes seines Betriebs aus.

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