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Weihnachten: Handel rechnet mit Plus

Wien/Feldkirch -  Im Weihnachtsgeschäft 2010 dürfen die Einzelhändler auf ein Umsatzplus hoffen: RegioPlan rechnet mit einem nominellen Plus beim Weihnachtsumsatz von knapp 3 Prozent auf 1,75 Mrd. Euro (inklusive Mehrwertsteuer) im Vergleich zum Vorjahr

„Diese Zahlen zeigen eine grundsätzlich positive Konsumentenstimmung für die Adventzeit 2010 und bekräftigen nochmals die Tatsache, dass österreichische Konsumenten im Vergleich zu anderen Ländern von der Krise weitgehend verschont geblieben sind“, so Michael Oberweger, Consulting-Chef bei RegioPlan. Die Prognose basiert auf einer Hochrechnung der allgemeinen Branchenumsätze der vergangenen Monate. Eine gute Stimmung bei den Kunden ortet auch Wolfgang Wölfle, Fachgruppen-Geschäftsführer Freizeit- und Modehandel in der Vorarlberger Wirtschaftskammer. „Trotz Krise hatten wir 2009 ein gutes Jahr. Die Krise ist vorbei. Deshalb rechnen wir mit noch besseren Umsätzen“.

Wichtiger Umsatzbringer

Die Weihnachtszeit ist in manchen Branchen ein besonders wichtiger Umsatzbringer: Im Spielwaren-, Schmuck- oder Buchhandel werden doppelt bis dreifach so hohe Umsätze als in einem durchschnittlichen Monat erreicht. RegioPlan rechnet für den Bekleidungshandel mit einem Weihnachtsumsatz im heurigen Jahr von 320 Mill. Euro. Im Elektrohandel sollen rund 250 Mill. Euro und im Lebensmittelhandel rund 210 Mill. Euro zusätzlich umgesetzt werden. Als Weihnachtsumsatz gilt nur jener Umsatz, der im Dezember über dem Umsatz eines Durchschnittsmonats liegt. Im Spielwarenhandel wird ein Weihnachtsumsatz von 80 Mill. Euro, im Uhren- und Schmuckhandel von 70 Mio. Euro und im Buchhandel von 25 Mill. Euro erwartet.

Verändertes Kaufverhalten

Gutscheine und Bücher gehören laut RegioPlan zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken in Österreich. Es gebe aber auch Änderungen im Kaufverhalten: „Statt eines Pullovers und einer Krawatte werden immer mehr Thermenbesuche, ein Kulturwochenende in Paris oder einfach Geld geschenkt“, so Oberweger. Von starker Frequenz und Umsatzsteigerungen profitieren vor allem die großen überregionalen Handelszonen, wie beispielsweise die Innenstadt von Wien, die Shopping City Süd in Vösendorf oder die Plus City in Linz. Am meisten wird in Österreich in der Weihnachtszeit in der Wiener Mariahilfer Straße mit 48 bis 51 Mio. Euro an Weihnachtsumsatz lukriert. Gefolgt von der Shopping City Süd in Vösendorf mit 34 bis 37 Mio. Euro und der Kärntner Straße/Rotenturmstraße in Wien mit 23 bis 26 Mio. Euro sowie der Plus City in Linz mit 22 bis 25 Mio. Euro. Im Onlinehandel werden in Österreich laut RegioPlan rund 100 Mio. Euro im Weihnachtsgeschäft umgesetzt: Vor allem Bücher, Elektronikwaren und CDs/DVDs sind bei Käufen im Internet beliebt. Dass der stationäre Einzelhandel durch das Internet immer mehr Konkurrenz bekommt, heiße nicht, dass der klassische Handel komplett verschwindet, so Oberweger. „Produkte, die auf den haptischen Eindruck angewiesen sind – fühlen, anfassen, anprobieren – werden auch in Zukunft im normalen Einzelhandel gekauft“, so RegioPlan.

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