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Wechsel an grüner Parteispitze unwahrscheinlich

Zwei Tage nach der Nationalratswahl und dem mäßigen Abschneiden der Grünen gilt ein Wechsel an der Parteispitze weiterhin als unwahrscheinlich.

So bestätigten vor dem Grünen Parteivorstand mehrere Teilnehmer, dass es nicht um personelle Konsequenzen gehen werde, vielmehr werde man das Wahlergebnis analysieren, hieß es Dienstagvormittag. Parteichef Alexander Van der Bellen schloss bei seiner Ankunft in der grünen Parteizentrale eine Koalitionsbeteiligung mit SPÖ und ÖVP in einer sogenannten “Kenia-Koalition” nicht aus.

“Schaun wir mal was Faymann und Pröll sagen”, sagte der Professor auf diese Möglichkeit, die von einigen Parteimitglieder in den vergangenen Tagen angedacht worden ist, angesprochen. Zum Inhalt der bevorstehenden Sitzung gab sich Van der Bellen zugeknöpft. Er verwies auf die anberaumte Pressekonferenz um 11.00 Uhr.

Ein Wechsel an der Parteispitze dürfte dabei derzeit kein Thema sein. “Ich weiß nicht, wie sie auf diese Idee kommen”, kommentierte etwa Sozialsprecher Karl Öllinger auf eine entsprechende Frage. Man werde bei der Besprechung primär die Gründe für das grüne Wahlergebnis analysieren. Die Argumentation der Rechtsruck sei aufgrund der Politik von ÖVP und SPÖ zustande gekommen, bezeichnete er als “gute Grundlage” für eine eventuelle Begründung.

Abgeordneter Dieter Brosz bestätigte, dass man nun über das Wahlergebnis beraten werde. Er persönlich wolle vor allem durchleuchten, was man am Angebot ändern müsse, um mehr junge Wähler zu überzeugen. So habe seine Partei möglicherweise die eigenen Botschaften zu kompliziert formuliert, was man in Zukunft ändern müsse. Auch er meinte, personelle Änderungen seien erst “der zweite Schluss”, primär gehe es um die inhaltliche Diskussion. Nicht Stellung beziehen wollte der Grüner Sicherheitssprecher Peter Pilz auf die Frage, was bei der Sitzung heute herauskommen werde, meinte er nur knapp: “Ein politisches Ergebnis.”

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