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"Wasserkraft mit allen Sinnen"

©VN/ Paulitsch
Schönebach - Die "VN"-VKW-Kraftwerkswanderung in Schönenbach zog über 100 Teilnehmer an.
"Wasserkraft mit allen Sinnen"

Wasserkraft mit allen Sinnen: So poetisch wusste Markus Beer zu formulieren, was die fast 120 Teilnehmer der zweiten „VN“-VKW-Kraftwerkswanderung auf dem Vorsäß Schönenbach im Bregenzerwald erlebten. Da rauchten morgens noch die Schornsteine. Dann gab es blauen Himmel und schweißtreibende Temperaturen und zum Abschluss den angekündigten Gewitterregen. Doch wer auf den Spuren der Wasserkraft wandelt, den stört solches nicht. Zumal mit dieser Wanderung noch eine Führung in die Schneckenlochhöhle verbunden war. Diese Gelegenheit galt es zu nützen. Und viele taten es.

Gute Organisation

Markus Beer von der VKW-Marketingabteilung hatte die Veranstaltung bestens vorbereitet. Die große Besucherschar wurde in zwei Gruppen geteilt. Während die eine zuerst die Kleinkraftwerke von Markus und Walter Dünser besichtigte und sich anschließend auf die Rundwanderung nach Sibratsgfäll begab, machte sich die andere auf den Weg zur Schneckenlochhöhle. Ausgerüstet mit Helm und Hochleistungsstirnlampen ging es durch eine urtümliche Landschaft und selektive Aufstiege ins Gebirge. „Geil“, meinte Nina nur fasziniert, als sie vor dem gewaltigen Felsmassiv stand. Rund zwei Kilometer lang ist das begeh- bzw. bekriechbare Höhlenlabyrinth. Etwa 2500 Besucher werden von erfahrenen Höhlenführern jede Saison durchgeschleust. Hier, im Archiv der Natur, wie Höhlen auch genannt werden, ist Zeit ein relativer Begriff. Keiner achtet auf Minuten oder Stunden, man lauscht gebannt den Erklärungen der Höhlenführer. Als es auch noch heißt, Lampen aus und kein Wort mehr, ist es, als ob die Welt von einem der schmalen Gänge aufgesogen würde.

Spähen nach Licht

So manchem ist etwas unheimlich zumute. Auf dem Rückweg späht man angestrengt nach dem „Licht am Ende des Tunnels“. Und nach gut einer Stunde kommt es in Sicht. Der achtjährige Franz-Josef war zum ersten Mal im Schneckenloch. Die 250 Meter haben ihm gereicht. „Für eine längere Tour müsste ich älter sein“, meint er altklug. Auch der Rest der Gruppe zeigte sich zufrieden. „Toll ischt as gsi“, so die einhellige Meinung. Dass Markus Beer am Ende eben doch noch Regenkappen verteilen musste, tat nach diesem Erlebnis nicht mehr viel zur Sache.

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