Was stimmt am Airbus 320 nicht?

Der aktulle Zwischenfall ist nicht der erste der Airbus-Familie.
Der aktulle Zwischenfall ist nicht der erste der Airbus-Familie. ©EPA
Ein Airbus vom Typ A320 ist heute in Südfrankreich abgestürzt. Nach der Katastrophe kommt die Frage auf, wie sicher diese Flugzeuge wirklich sind? Fakt ist, dass dieser Zwischenfall nicht der erste eines Passagierflugzeugs der Airbus-Familien war.

Die Flieger der Airbus-Familie gehören zur Germanwings/Eurowings-Flotte, wobei der betroffene A320 das größte Flugzeug ist. Nach dem jüngsten Absturz werden Sicherheitsfragen laut. Gerade auch, weil sich Ereignisse mit Maschinen der Airbus-Familie in Vergangenheit gehäuft hatten.

Einem “Spiegel“-Bericht zufolge war am 5. November 2014 ein Airbus A321 der Lufthansa beinahe auf dem Flug von Bilbao nach München abgestürzt. Auslöser des Zwischenfalls waren demnach vereiste Sensoren. Sie hätten das Computersystem des Flugzeugs mit falschen Daten gefüttert. Die Lufthansa bestätigte den Vorfall. Die Maschine mit 109 Passagieren war jedoch sicher in München gelandet. Als Sofortmaßnahme seien bei der kompletten A320-Familie die Sensoren ausgetauscht worden.

Am Londoner Flughafen Heathrow war im Sommer 2014 ein Passagierflugzeug nur knapp einem Zusammenstoß mit einer Drohne entgangen. Wie die “Sunday Times” unter Berufung auf Ausschnitte aus einem amtlichen Report berichtete, ereignete sich der Vorfall am 22. Juli in 213 Metern Höhe. Beteiligt waren demnach ein Airbus A320, der bis zu 180 Passagiere transportieren kann, und ein unbemanntes Fluggerät.

Mehrere Abstürze von Flugzeugen der Airbus-Familie

In den vergangenen Jahren hatte es außerdem mehrere Abstürze von Passagierflugzeugen der Airbus-Familie gegeben:

  • Im Dezember 2014 stürzt ein Airbus A320-200 der Air Asia mit 162 Menschen an Bord stürzt auf dem Weg von Indonesien nach Singapur in die Java-See. Niemand überlebt.
  • Ein pakistanischer A321 der Fluggesellschaft Airblue stürzt im Juli 2010 bei Regen und schlechter Sicht beim Landeanflug auf die Hauptstadt Islamabad ab. Alle 152 Menschen an Bord sterben.
  • Beim Absturz eines Airbus A330-200 im Mai 2010 der Afriqiyah Airways in der libyschen Hauptstadt Tripolis kommen 103 Menschen ums Leben. Nur ein neunjähriger Bub aus den Niederlanden überlebt.
  •  Ein A310 der jemenitischen Fluggesellschaft Yemenia mit 153 Menschen an Bord stürzt im Landeanflug auf die Komoren im Juni 2009 in den Indischen Ozean. Nur eine Zwölfjährige kann lebend gerettet werden.
  • Ebenfalls im Juni 2009 stürzt ein französischer Airbus über dem Atlantik ab. An Bord des Air France-Fluges AF 447 von Rio de Janeiro nach Paris sind 228 Menschen. Niemand überlebt.
  • Bei einem Testflug vor der französischen Mittelmeerküste bei Perpignan stürzt im November 2008 ein A320 der deutschen Fluggesellschaft XL Airways ins Meer. Die zwei deutschen Piloten und fünf Neuseeländer an Bord kommen ums Leben.
  • Im Mai 2008 schießt ein mit 130 Menschen besetzter A320 der salvadorianischen Fluggesellschaft Taca bei der Landung in Tegucigalpa (Honduras) über die Landebahn hinaus auf eine Straße und stößt mit mehreren Autos zusammen. Es gibt fünf Todesopfer.
  • Ein brasilianischer A320 rast im Juli 2007 bei der Landung in Sao Paulo in eine Tankstelle und ein weiteres Gebäude. Alle 187 Insassen und zwölf Menschen am Boden sterben.

(APA)

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