Warum Ostern das Fest von Leid, Sterben und Auferstehung ist

Hintergründe und Erklärungen rund um das Osterfest
Hintergründe und Erklärungen rund um das Osterfest ©APA - Barbara Gindl
Hintergrund-Wissen zu den christlichen Feiertagen: Was passierte am Gründonnerstag? Woran gedenken Christen am Karfreitag? Und wieso heißt Ostern eigentlich Ostern?
Last Minute Deko-Hasen für Ostern
Ostern im Zwergengarten!

Mit dem Palmsonntag  am 14. April begann die Karwoche. Sie ist als Abschluss der Fastenzeit nicht nur eine Zeit der Besinnung, sondern auch der Bräuche – ebenso wie das Osterfest selbst. Die Karwoche erinnert an das Leiden und Sterben Jesu und ist mit Palmsonntag, Gründonnerstag und Karfreitag der Höhepunkt des Kirchenjahres.

GRÜNDONNERSTAG: An diesem Tag gedenken Gläubige des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern. Jesu reichte seinen Aposteln Brot und Wein. Der Bibel zufolge wurde Jesus an diesem Tag verraten und gefangen. Am Gründonnerstag wird traditionell die sogenannte Chrisam-Messe, der Ölweih-Gottesdienst, gefeiert. Dabei werden die heiligen Öle geweiht, die im Laufe des Kirchenjahres bei der Spendung von Taufe, Firmung, Krankensalbung und Priesterweihe verwendet werden. Chrisam besteht aus Olivenöl mit einem Zusatz aromatischer Stoffe. Kirchenglocken bleiben bis in die Nacht auf Ostersonntag still. Mehr als die Hälfte der Österreicher (52,1 Prozent, marketagent.com-Umfrage) isst an diesem Tag Spinat. Ganz im Westen landet Spinat am Gründonnerstag nicht einmal bei jedem Dritten auf dem Teller . ORF III Kultur und Information berichtet am Gründonnerstag (8.50 Uhr) in einer Folge der Reihe “Cultus – Der Feiertag im Kirchenjahr” über die Bedeutung des “Gründonnerstags”.

 

KARFREITAG: An Ostern feiern die Christen die Wiederauferstehung von Jesus nach seiner Kreuzigung am Karfreitag. Jesus wurde der Bibel nach in Jerusalem an ein Kreuz genagelt und starb. Um sich darauf zu besinnen, beten und fasten Christen. In Jerusalem ziehen am Karfreitag Christen mit großen Holzkreuzen im Gedenken an den Leidensweg Jesu über die Via Dolorosa. In einigen Dörfern auf den Philippinen schlagen sich Menschen sogar selbst an Kreuze – als Sühne für Sünden. Die katholische Kirche verurteilt das Ritual.

 

KARSAMSTAG: Um zu verhindern, dass seine Jünger den Leichnam stehlen, bewachen Soldaten das Grab Jesu. Es ist ein Tag der Totenruhe und Trauer.

 

OSTERSONNTAG: Ein Erdbeben öffnet das Grab Jesu. Laut der Legende soll ein Engel am Ostersonntag das leere Grab von Jesus gefunden haben. Nach christlicher Vorstellung ist er auferstanden. Darauf gründet sich der Glaube an ein Leben nach dem Tod. In der Bibel selbst ist die Auferstehung Jesu nicht beschrieben. Es gibt aber Berichte über Erscheinungen des auferstandenen Jesus. Ostersonntag ist jeweils der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.

 

OSTERMONTAG: Nach der Bibel trafen zwei Jünger den von den Toten auferstandenen Jesus, erkannten ihn aber zunächst nicht. In Anlehnung daran pilgern einige Menschen an diesem Tag. Andere machen einen Osterspaziergang.

 

OSTERN: Es ist nicht klar, wieso Ostern Ostern heißt. Etymologen leiten das  Wort vom altgermanischen “Austro” oder “Ausro” für “Morgenröte” ab, das mutmaßlich ein germanisches Frühlingsfest bezeichnete und sich im Althochdeutschen zu “ostarun” ausformte. Hingegen leitete der Theologe Honorius Augustodunensis im 12. Jahrhundert Ostern von Osten ab, wo die Sonne aufgeht. Viele Christen ließen sich im Mittelalter bei Sonnenaufgang am Ostermorgen taufen.

 

OSTEREIER: Mit dem christlichen Fest Ostern sind seit Jahrhunderten viele Bräuche verbunden. Sie sind zum Teil heidnischen Ursprungs. Das Verschenken bunter Eier lässt sich bis auf die “alten Chinesen” zurückverfolgen. Das Ei ist ein altes Fruchtbarkeitssymbol, Ursprung des Lebens, des Seins und Werdens. Darüber hinaus war es seit jeher ein Naturalzins. Bereits 5.000 v.Chr. hat man zum Frühlingsfest bunt bemalte Eier verspeist. Bis in das 15. Jahrhundert verstand man unter “Ostereiern” auch ein “bis zu Ostern abzulieferndes Zinsei”. Seit dem 16. Jahrhundert wird das Hühnerprodukt im heutigen Sinne verwendet. Den am Gründonnerstag oder Karfreitag gelegten Eiern sprach der Volksglaube überdies Unheil abwehrende und Segen spendende Wirkung zu. Verzierte Ostereier werden erstmals 1615 erwähnt.

 

OSTERHASE: Der Kinder liebstes Wesen ist jenes des Osterhasen. Er gilt als Fruchtbarkeitssymbol und tauchte bereits in der ägyptischen Mythologie auf. Die Vorstellung vom Hasen als österlichem “Eierbringer” ist in Deutschland zum ersten Mal im 17. Jahrhundert belegt. In Byzanz soll er im Mittelalter sogar ein Zeichen für Christus gewesen sein. In der Annahme, der Hase schlafe mit offenen Augen, verglich man ihn mit dem Auferstandenen, der nicht im Tod entschlafen war.

 

ORTHODOXES OSTERN: Seit dem Konzil von Nizäa im Jahr 325 n.Chr. wird das Osterfest Jahr für Jahr am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Da die Orthodoxe Kirche die Kalenderreform von Gregor XIII ablehnte, feiern Ost und West zumeist an unterschiedlichen Tagen. In diesem Jahr feiern die Orthodoxen bspw. eine Woche später Ostern, am 28. April.

(RED)(APA)

Wir feiern Ostern, weil Jesus Christus lebt

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