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Warum Bregenzerwälder E-Busse jetzt auch bis ins Oberallgäu fahren

E-Busse aus dem Ländle sind jetzt auch grenzübergreifend unterwegs. ©REGIO Bregenzerwald.
Eine Bundesgrenze, beidseits attraktive Regionen: Der Bregenzerwald und die deutschen Landkreise Oberallgäu und Lindau arbeiten auch, was die Öffis angeht, zusammen. So fahren jetzt auch erste E-Busse aus Vorarlberg grenzübergreifend.

Darum geht's:

  • E-Busse verbinden Bregenzerwald und Oberallgäu.
  • Verbesserung der Verkehrsanbindung für Zehntausende Menschen.
  • Premiere von E-Bussen auf grenzübergreifender Strecke.

Der Bregenzerwald und die deutschen Landkreise Oberallgäu und Lindau vertiefen in Sachen Verkehr ihre Zusammenarbeit. In den Grenzregionen leben und reisen Zehntausende Menschen.

Die kreativen Bushüsle in Krumbach sind nur eine Attraktion der Region. ©Klaus Hartinger

Neuerungen im öffentlichen Verkehr

Menschen sollen möglichst nachhaltig und günstig unterwegs sein, daher werden die Angebote im öffentlichen Verkehr kontinuierlich ausgebaut. So gibt es etwa neue Buslinien. Die Busse der neuen Linie 821 sind täglich im Stundentakt zwischen Bahnhof Bregenz und Scheidegg/Weiler (D) unterwegs – auch am Wochenende, wobei der Kurs später startet. Die Linie 890 erschließt die Gemeinden zwischen Egg und Oberstaufen (D). In Egg gibt es wie gewohnt Anschlüsse Richtung Dornbirn und Hinterwald. Insgesamt leisten die beiden Buslinien pro Jahr 331.453 Linienkilometer. Alle Details zum Fahrplan gibt es auf vmobil.at und in der "cleVVVer mobil-App".

Bahnhof Oberstaufen als Knotenpunkt für Bregenzerwälderinnen für Bahnfahrten nach Deutschland. ©REGIO Bregenzerwald

Tarifliche Integration und grenzüberschreitende Kooperation

Auf den Linien werden die üblichen Tarife des Vorarlberger Verkehrsverbundes angewandt, wobei auf den deutschen Streckenabschnitten die Tarife des bodo-Verkehrsverbundes und der mona-Mobilitätsgemeinschaft gelten. "Diese Erweiterung ist ein Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit und der Unterstützung durch EU-Finanzmittel", betont Indra Baier-Müller, Landrätin des Landkreises Oberallgäu. Guido Flatz, Bürgermeister von Doren und Obmann der REGIO Bregenzerwald, ergänzt: "Diese Initiative erleichtert den grenzüberschreitenden Weg ohne Auto und erhöht das Angebot und die Qualität für Einheimische und Gäste."

Die Partner gemeinsam per Bus unterwegs – heute in Krumbach. ©REGIO Bregenzerwald

E-Mobilität als Innovation im grenzüberschreitenden Verkehr

Erstmals sind auf der grenzübergreifenden Strecke der Linie 890 auch zwei E-Busse unterwegs. Dabei handelt es sich um eine Vorarlberger Premiere und einen wichtigen Schritt in Richtung E-Mobilität. Diese Busse, unterstützt durch Bundesmittel, werden mit Ökostrom geladen und bieten eine umweltfreundliche Alternative zum herkömmlichen Dieselbus. Für die Lenkerinnen sind die Elektrobusse der Marke MAN LionsCity E auf den ersten Blick identisch, denn Cockpit, Startschlüssel und Gangwahlhebel unterscheiden sich nicht von den Diesel-Fahrzeugen. Erst das ausbleibende Motorengeräusch und die geringeren Vibrationen beim Fahren fallen dann auf. Die E-Busse werden über Nacht mit Ökostrom geladen, die theoretische Reichweite reicht für einen Betriebstag. Ergänzend gibt es bei tieferen oder höheren Temperaturen untertags eine Zwischenladung.

Tradition und Innovation im Verkehrswesen

Das Unternehmen Schedler Bus aus Riefensberg, das seit drei Generationen im grenzüberschreitenden Verkehr tätig ist, betreibt die Linie 890. Bertram Schedler kann dabei in dritter Generation auf eine außerordentliche Unternehmensgeschichte zurückblicken: Sein Großvater erhielt per 1. März 1968 die erste Konzessionsurkunde für die "zwischenstaatliche Linie Oberstaufen–Krumbach–Hittisau–Balderschwang". Der Bus passierte damals die beiden Zollämter Riefensberg-Springen und Balderschwang und war auf eigene Rechnung unterwegs. Seit 1993 ist der grenzüberschreitende Verkehr Teil des Landbus Bregenzerwald. In Summe waren mit den Linien des Landbus Bregenzerwald im vergangenen Jahr über 3.156.000 Menschen unterwegs, um rund zehn Prozent mehr als im Jahr 2022.

(VOL.AT)

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