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Warten auf Protokoll von Hoyzer

Am Landesgericht Feldkirch wartet man in der Frage einer möglichen Verstrickung von ehemaligen SW Bregenz-Spielern in den deutschen Fußball-Wettskandal noch auf Akten aus Berlin.

Nach Vorliegen der offiziellen Vernehmungsprotokolle der in Deutschland Verdächtigen Filip S. und Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer werde entschieden, ob Vorarlberger Kriminalbeamte in Deutschland Ermittlungen aufnehmen, berichtete am Samstagnachmittag ORF Radio Vorarlberg unter Bezugnahme auf den Leitenden Staatsanwalt Franz Pflanzner.

In einem Interview mit der „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ (Samstag-Ausgabe) hat Hoyzer bekräftigt, dass bei SW Bregenz definitiv Spiele manipuliert worden seien. Die Sapinas (Anmerkung: Die angeklagten Brüder Ante, Milan und Filip S.) hätten sehr oft von Bregenz gesprochen. Filip habe oft mit dem Torhüter telefoniert. Den Namen des Torhüters konnte Hoyzer – wie bereits im Februar, als der Wettskandal publik wurde – allerdings nicht nennen. Außer dem Tormann seien auch Feldspieler beteiligt gewesen, sagte der ehemalige Schiedsrichter.

Der ehemalige bosnische Torhüter Almir Tolja von SW Bregenz hat bei einer Einvernahme im Frühling zugegeben, Filip S. zu kennen und mit ihm auch gemeinsam das Casino in Bregenz besucht zu haben. Eine Verwicklung in den Wettskandal wird von Tolja aber bestritten. Die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ hat im Zusammenhang mit dem Wettskandal im März auch die Namen von Asmir Ikanovic und Dejan Grabic genannt. Eine Klage der drei Spieler Tolja, Ikanovic und Grabic gegen die Tageszeitung ist bei Gericht anhängig.

Nach dem sportlichen Abstieg aus der T-Mobile-Bundesliga ist SW Bregenz im vergangenen Frühjahr die Lizenz für die Red Zac Erste Liga versagt worden. Im Juni wurde von dem Vorarlberger Traditionsverein ein Konkursantrag eingebracht. Der Nachfolgeverein von SW Bregenz, der SC Bregenz, spielt heuer in der Vorarlberger Landesliga (fünfthöchste Spielklasse).

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