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Warnung vor dubiosen Lotto-Keilern

Die Österreichischen Lotterien warnten am Donnerstag vor dubiosen Lotto-Keilern. In der vergangenen Woche sollen wieder einige Österreicher Bekanntschaft mit Vertretern von Spielgemeinschaften gemacht haben, die per Telefon oder E-Mail versuchen, ahnungslose Menschen abzuzocken. Die Lotterien raten zur Vorsicht.

Diese Spielgemeinschaften oder von ihnen beauftragte Callcenter versuchen, Personen zur Teilnahme an Lotto “6 aus 45” oder auch an EuroMillionen zu bewegen. Oft unter der falschen beziehungsweise missverständlich dargestellten Behauptung, im Auftrag der Österreichischen Lotterien tätig zu werden.

Eine ebenfalls beliebte Möglichkeit an Kundendaten zu gelangen, ist die Verständigung über einen angeblichen Gewinn, den man bei einer Auslosung, zum Beispiel unter E-Mail-Adressen, erzielt haben soll. Gleich nach dieser Information über den vermeintlichen Gewinn versuchen die Anrufer, persönliche Daten wie Adresse und Kontonummer herauszulocken.

Im Kunden-Servicecenter der Österreichischen Lotterien ist die Zahl der Anrufe verunsicherter Spielteilnehmern in letzter Zeit deutlich gestiegen. Die Lotterien distanzierten sich davon: “Es kann nicht sein, dass jemand von Lotterien-Mitarbeitern telefonisch kontaktiert oder gar nach persönlichen Daten gefragt wird”, betonte das Unternehmen.

Auch die Arbeiterkammer sieht sich immer wieder mit Anfragen von Konsumenten konfrontiert. “Diese Spielvermittlungstätigkeit ist grundsätzlich nicht gesetzwidrig. Zu überlegen ist jedoch, ob man – gemeinsam mit vielen anderen unbekannten Spielteilnehmern – in einen Pool einzahlt, für dessen Verwaltung zum Teil sehr hohe Beträge einbehalten werden”, sagte AK-Expertin Ulrike Ginner. Für die Vermittlung der Teilnahme am Lotto “6 aus 45” werden von diesen Tippgemeinschaften Verwaltungskostenbeiträge im Extremfall bis zu 60 Prozent des geleisteten Spieleinsatzes berechnet.

Besondere Vorsicht ist dann geboten, wenn ein unbekannter Anrufer nach der Kontonummer fragt: “Diese Anrufe sind ungesetzlich, denn Telefonwerbung ist ohne ausdrückliche Einwilligung des Konsumenten verboten”, so Ginner.

Hat man sich trotzdem telefonisch zum Abschluss überreden lassen, kann man innerhalb einer Woche vom Vertrag zurücktreten. Außerdem kann ein vom Konto zu Unrecht eingezogener Betrag innerhalb von 42 Tagen ohne Angabe von Gründen rückgefordert werden.

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