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"Wäre auch draußen geblieben"

Testpilot Alexander Wurz verteidigte die riskante Strategie von McLaren-Mercedes, den Kimi Räikkönen beim GP von Europa auf dem Nürburgring trotz eines Reifenproblems nicht an die Box zu holen.

Kimi Räikkönen ist in der Formel-1-WM zum ersten Herausforderer von Fernando Alonso geworden. Der spektakuläre Unfall am Nürburgring hat ihn zwar einen weiteren Sieg gekostet, Alexander Wurz verteidigt aber die riskante Strategie seines Teams. “Es war eine schwierige Entscheidung. Aber es ging um den Sieg, ich wäre auch draußen geblieben”, sagte der Testpilot bei einem seiner seltenen Österreich-Besuche in Wien. Seit dieser Saison muss in der Formel-1-WM ein Satz Reifen für Training und Rennen halten, getauscht werden dürfen die Räder nur bei eindeutiger Beschädigung. Das führt aber manchmal auch zu haarigen Situationen. Wie etwa beim führenden Räikkönen, dessen plattgebremster Vorderreifen die Aufhängung rechts vorne in der letzten Runde bei 300 km/h zum Explodieren gebracht hatte.

Wurz hat prinzipiell kein Problem mit dieser neuen Regel, die Kosten sparen und die Rennen wieder spannender machen soll. “Der Fall von Kimi hat aber auch gezeigt, dass das mitunter sehr gefährlich sein kann. Da muss man sich klarere Definitionen überlegen, was ein kaputter Reifen ist.” Erstmals hat es am Nürburgring das Szenario gegeben, das von vielen Experten befürchtet worden war. Kein Rennfahrer fährt wegen eines abgefahrenen Reifens langsamer. Schon gar nicht, wenn es um den Sieg geht. “Hätte der Reifen weitere viereinhalb Kilometer gehalten, wären wir sowieso die großen Helden gewesen,” so Wurz.

Wurz selbst ist dank Platz drei in Imola als Montoya-Ersatz zweiterfolgreichster Silberpfeil-Pilot, seine Formel-1-Zukunft steht aber in den Sternen, weil der Testfahrer-Vertrag mit Jahresende abläuft. “Die Formel 1 ist ein Mediensport. Meine Freitag-Fahrten und das eine Rennen halten einen medial am Leben. Ob ich daraus Nutzen ziehen kann, wird man sehen.” Und zwar erst später im Jahr, “denn vor September wird sich heuer im Transferkarrussel nicht viel tun”, ist Wurz überzeugt. Der Mitbesitzer des höchst erfolgreichen Cannondale-Mountainbike-Teams: “Ich würde jedenfalls lieber meinen Job als Testfahrer behalten als in einem schlecht budgetierten Formel-1-Team zu fahren.”

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