Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

"Wanted - Asiatische Mörtelbiene": Inatura lädt zum Mitforschen ein

Julia Lanner und Anette Kestler.
Julia Lanner und Anette Kestler. ©VOL.AT/Mayer
Die Inatura ruft Bürger zum Mitforschen auf. Am Montag wurde über das Citizen Sciene-Projekt informiert.
Pressekonferenz in Bildern
NEU
Asiatische Bienenart in Vorarlberg

Im Juli 2019 wurde die Asiatische Mörtelbiene erstmals in Vorarlberg gesichtet. Mit ihr ist eine neue Wildbienen-Art im Ländle angekommen. Nach einem Meldeaufruf der Inatura wurde die Biene mit der lateinischen Bezeichnung "Megachile sculpturalis" sowohl in Hörbranz als auch in Schruns entdeckt. Mit dem Citizen Sciene-Projekt "Wanted - Asiatische Mörtelbiene" werden wieder Beobachtungen der eingeschleppten Wildbiene gesammelt - und jeder ist eingeladen, mitzumachen. Bereits seit 2019 ist die Inatura Mitglied der Citizen Sciene-Plattform "Österreich forscht". Citizen Sciene meint Forschung, die bewusst die Bevölkerung miteinbezieht und Wissenschaft dadurch verständlich und erlebbar macht. Diesen Bereich will die Inatura in den nächsten Jahren weiter ausbauen.

Pressekonferenz zum Nachsehen

Ursprünglich aus Ostasien

Die Asiatische Mörtelbiene gehört zu den sogenannten "Neobiota". Mit diesem Begriff sind Pflanzen, Pilze, Tiere und Mikroorganismen gemeint, die ursprünglich aus anderen Ländern der Erde stammen und vor allem durch den Menschen in unsere heimische Natur eingeschleppt wurden. Werden diese eingeschleppten Arten dann zum Problem, indem sie die heimische Artenvielfalt und das ökologische Gleichgewicht einer Region gefährden, nennt man sie invasive Arten. Wie der Name bereits verrät, stammt die Asiatische Mörtelbiene ursprünglich aus Ostasien. Diese unabsichtlich eingeführte Wildbienenart breitet sich in Europa immer weiter aus.

Die Biene fühlt sich auch in Vorarlberg wohl. Bild: CC 4.0 Staggl

Vorarlberg eindeutiger Hotspot

Was zunächst unspektakulär klingt, kann aber für die heimischen Bienenarten zum Problem werden. Hier ist vor allem die Konkurrenz um geeignete Hohlräume in Totholz gemeint, welche auch andere Wildbienen und Insektenarten benötigen. Die wissenschaftliche Erforschung dieser Bienenart zielt daher darauf ab, mögliche ökologische Konsequenzen auf ein neu besiedeltes Gebiet aufzuzeigen. Die Wildbiene hat bereits mehrer österreichische Bundesländer besiedelt, dabei ist Vorarlberg eindeutig der Hotspot in Österreich. Entlang der Grenze zu Liechtenstein und der Schweiz wurden letztes Jahr die meisten Exemplare gefunden. Zahlreiche Meldungen kamen aus Bregenz, Lustenau, Hohenems und Feldkirch. Aber auch andere Bundesländer wie Tirol, Salzburg, Kärnten und Burgenland vermeldeten einzelne Sichtungen.

Die Asiatische Mörtelbiene. Bild: Julia Lanner

So kann man sie erkennen

Die Zoologin Julia Lanner vom Institut für Integrative Naturforschung der Universität für Bodenkultur in Wien erforscht in ihrer Doktorarbeit die Wildbienenart. Sie ist Projektleiterin des Citizen Sciene-Projektes, das heuer bereits in die dritte Runde geht. Das Projekt soll helfen, genauere Aussagen über das Vorkommen und die Ausbreitung der Biene treffen zu können. Dazu braucht es Sichtungen und jeder interessierte Naturbeobachter kann mitmachen. Man muss kein Insektenkundler sein, um die Biene zu erkennen. "Durch ihr charakteristisches Aussehen ist die Asiatische Mörtelbiene praktisch nicht mit den österreichischen Wildbienen zu verwechseln", erklärt Julia Lanner. Mit rund 2,5 cm Körperlänge sind die Weibchen der Asiatischen Mörtelbiene "richtig große Brummer" und bedeutend größer als z.B. Honigbienen. Weitere eindeutige Erkennungsmerkmale sind ihr orange-bräunlicher Pelz am Vorderkörper, der sich deutlich vom restlichen schwarzen Körper abhebt und ihre dunklen Flügelspitzen.

Die Inatura sammelt auch dieses Jahr wieder Fotos oder Videos von der Asiatischen Mörtelbiene mit genauen Angaben zum Fundort (Adresse oder Koordinaten) und Funddatum unter: asiatische_moertelbiene@outlook.com oder auf Instagram: @asiatische_moertelbiene

(Red.)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • "Wanted - Asiatische Mörtelbiene": Inatura lädt zum Mitforschen ein
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen