Wandsworth: Boris Becker im Horror-Knast

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Wandsworth ist ein berühmt-berüchtigtes Gefängnis, in dem auch schon Julian Assange und Ronald Biggs inhaftiert waren.

Tennis-Legende Boris Becker wurde von einem Gericht in London wegen mehrerer Insolvenzstraftaten zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Davon muss er die Hälfte absitzen, bevor er den Rest auf Bewährung in Freiheit verbringen darf, wie Richterin Deborah Taylor am Southwark Crown Court entschied. Becker wurde am Freitag umgehend in Gewahrsam genommen. Er hat nun 28 Tage Zeit, um gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen.

Lilly Becker: "Er hat das nicht verdient"

Beckers von ihm getrennt lebende Ehefrau Lilly Becker zeigte sich überrascht von der Schärfe des Urteils: "He didn't kill anybody [Er hat niemanden umgebracht]", sagte sie "Exclusiv Weekend" bei RTL (Ausstrahlung am Samstag). Mit Blick auf Beckers Patchwork-Familie sagte Lilly, die bis zur Trennung 2018 mit ihm liiert war: "Es ist wichtig, dass jede Person weiß, dass wir, Amadeus, Noah, Elias, Barbara, seine Freundin Liliana, wir stehen alle hinter Boris."

Berühmt-berüchtigtes Gefängnis

Wandsworth Prison ist berühmt-berüchtigt und dem Gefängnis eilt ein schlechter Ruf voraus. Angeblich sind Familienbesuche zunächst nur zweimal im Monat für jeweils eine Stunde erlaubt und man müsse zu Beginn seines Haftantritts bis zu 23 Stunden in der Zelle verbringen.

6,5 Quadratmeter kleine Zellen

Die Zellen sind meistens nur 6,5 Quadratmeter groß, die Wände bröckelig, die Luft schlecht und muss von zwei Gefangenen geteilt werden. Auch das Essen sei von sehr fragwürdiger Qualität und die Toiletten ziemlich versifft. In dem Gefängnis sitzen Mörder, Pädophile, Drogendealer und Gewaltverbrecher ein, die Gefängniswärter gelten als "knallhart". Becker muss mindestens die Hälfte seiner 2,5 Jahre langen Strafe absitzen.

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