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Wandertipp: 3 Schwestern über den Fürstensteig

Eine lohnenswerte Bergtour über den Fürstensteig zu den Drei Schwestern
Eine lohnenswerte Bergtour über den Fürstensteig zu den Drei Schwestern
Frastanz. Immer wieder lohnenswert ist die Bergtour aus Richtung Liechtenstein über den Fürstensteig zu den Drei Schwestern. Die Überschreitung dieses Massivs gilt als klassische, anspruchsvolle Höhentour, auch Königswanderung genannt.
Über den Fürstensteig zu den Drei Schwestern

Die Tour erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die Gesamtwanderzeit bis Amerlügen beträgt ca. 5 Stunden wobei eine Höhendifferenz ca. 1.000m zu überwinden ist. Den Ausgangspunkt der Wanderung in Gaflei kann man auch mit dem Postauto von Feldkirch über Vaduz – Malbun gut erreichen.

Es geht los beim Parkplatz in Gaflei auf 1.483m, 3 Stunden Gehzeit bis zu den 3 Schwestern sind hier angeschrieben. Der Wanderweg ist schön angelegt und gepflegt und führt durch eine bizarre Felskulisse. “In den 20er Jahren wurde der Steg von italienischen Arbeitern samt Zaun errichtet, um das Vieh auf die Alpe zu bringen”, sagt uns ein entgegenkommender Einheimischer. Heute sind die meisten Zäune verschwunden, es sind aber genügend Seile und Holzbrücken zur Sicherung vorhanden. Das Ende des Steiges wird beim Gafleisattel auf 1.856m erreicht.

Schon sieht man die nächsten zwei Ziele, die Gafleispitze 2.053 und den Kuegrat auf 2.123m. Man bewandert die beiden Gipfel über einen Weg in schönster Landschaft, begleitet durch die ständige Aussicht ins Rheintal. Nach dem Kuegrat folgt der Garsellikopf mit 2.105m, dessen Gipfel über gut gesicherte betonierte Tritte und Stahlseile als Handlauf erreicht wird.

Nun ist man bereits auf dem Gipfel der Großen Drei Schwestern mit 2.052m. Und in kurzer Entfernung stehen sie vor uns, Jan und Volan. Gipfelkreuze zieren das Haupt der beiden bizarr geformten Felstürme, schroffes, unüberwindbares Gelände. Um auf die mittlere und kleine Schwester zu gelangen, wären schon Kletterei und eine Kletterausrüstung vonnöten. Also nichts für einen “normalen” Wanderer. Die Rast hier bietet eine atemberaubende Aussicht und das Pfeifen der allgegenwärtigen Bergdohlen hallt zwischen den Wänden. Werden sie gefüttert, so kommen sie bis auf Armlänge heran.

Über den Schwesternsteig geht?s hinunter zum Sarojasattel auf 1.628m. Alternativ kann man den Weg über die Garsellaalpe (Schafe weiden hier) nehmen, leider ist aber der Weg durch den Viehtrieb total versumpft. Den Abstieg von den Schwestern nehmen wir durch die wild-romantische Felslandschaft. Der Weg ist zum Teil mit Seilen gesichert und zwei Metall- und eine Holzleiter erleichtern den Abstieg. Durch ein Loch im Fels wird man vom Drei-Schwestern-Steig entlassen und begibt sich weiter zum Sarojasattel, der sich genau an der Grenze zwischen Österreich und Liechtenstein befindet.

Auf der Alpe Sarojen (“Hinterälpele”) mit 1.474m gibt es eine willkommene Einkehrmöglichkeit. Bis zum 1. September weiden auf dieser Alpe an die 160 Rinder und ziehen dann weiter auf das die Alpe Amerlug (“Vorderälpele”). Der Abstieg von der Hütte kann über verschiedene Routen (Kuhweg, Geissenweg, Forststrasse) bis nach Amerlügen gegangen werden.

Gemeindereporter Helmut Köck

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